Deutsche Tageszeitung - Acht Tote bei Autobomben-Anschlag in Mogadischu

Acht Tote bei Autobomben-Anschlag in Mogadischu


Acht Tote bei Autobomben-Anschlag in Mogadischu
Acht Tote bei Autobomben-Anschlag in Mogadischu / Foto: ©

Bei einem Autobombenanschlag nahe einer Schule in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind acht Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt, darunter elf Schüler, wie ein Vertreter der Sicherheitsbehörden am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die islamistische Schebab-Miliz reklamierte den Anschlag für sich.

Textgröße ändern:

"Bei der Explosion wurden acht Menschen getötet und 17 weitere verletzt", sagte Polizeisprecher Abdifatah Adan. Zuvor war von fünf Toten und 15 Verletzten die Rede gewesen.

Die Schebab-Miliz erklärte, der Anschlag habe "militärischen Ausbildern" gegolten. Nach Angaben von Augenzeugen war zum Zeitpunkt der Explosion ein großer Konovi mit Truppen der Amisom-Mission der Afrikanischen Union in dem Gebiet unterwegs.

Mehrere Augenzeugen berichteten von schweren Schäden an dem nahegelegenen Schulgebäude und geparkten Fahrzeugen. "Das Schulgebäude wurde schwer beschädigt und einige ihrer Schulbusse zerstört", sagte Ahmed Bare, ein Wachmann in einem nahe gelegenen Gebäude.

Der Direktor des Rettungsdienstes Aamin in Mogadischu, Abdikadir Abdirahman, veröffentlichte im Online-Dienst Twitter Fotos vom mit Trümmern übersäten Tatort. Bei dem Anschlag handele es sich um eine "Tragödie", schrieb er dazu.

Die mit dem Extremistennetzwerk Al-Kaida verbündete Schebab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag. Erst am Samstag hatte die Miliz ein Selbstmordattentat für sich reklamiert, bei dem der renommierte Journalist Abdiasis Mohammed Guled getötet worden war.

Die Schebab-Miliz kontrolliert weite Teile des somalischen Hinterlandes. Sie kämpft gegen die international anerkannte Regierung in Mogadischu und verübt dort immer wieder Anschläge.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

USA und Saudi-Arabien melden gemeinsame Angriffe auf "terroristische" Ziele im Irak

Die USA und Saudi-Arabien haben nach eigenen Angaben gemeinsame Angriffe auf Ziele im Irak ausgeführt. Diese hätten sich gegen "mit dem Iran verbündete Terroristen" gerichtet, erklärte am Dienstagabend (Ortszeit) das zuständige US-Regionalkommando Centcom. Die Milizen hätten in den vergangenen Tagen mehr als zwei Dutzend Drohnenangriffe ausgeführt.

US-Senat bestätigt Geheimdienstkoordinator Clayton

Der US-Senat hat den neuen Geheimdienstkoordinator Jay Clayton im Amt bestätigt. Die Kongresskammer billigte die Nominierung des 60-Jährigen durch Präsident Donald Trump am Dienstag (Ortszeit) mit 51 zu 47 Stimmen. Damit votierten alle demokratischen Senatoren gegen ihn. Clayton hat damit künftig die Aufsicht über die insgesamt 18 US-Geheimdienste, zu denen auch der Auslandsgeheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI gehören.

Nach einigen Tagen Ruhe: USA melden Abwehr von neuen iranischen Raketenangriffen

Nach einigen Tagen ohne gegenseitige Attacken hat die US-Armee neue Raketenangriffe des Iran gemeldet. Die Truppen Teherans hätten einen "Überraschungsangriff auf im Nahen Osten stationierte US-Streitkräfte" versucht, erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Dienstagabend (Ortszeit). "Alle iranischen Raketen wurden erfolgreich abgefangen."

Baerbock fordert eine Generalsekretärin an der Spitze der Vereinten Nationen

Die scheidende Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), hat sich explizit für eine Nachfolgerin von UN-Generalsekretär António Guterres ausgesprochen. "Es ist Zeit für eine Frau", sagte Baerbock der "Süddeutschen Zeitung" vom Mittwoch. Bislang hatten ausschließlich Männer das mächtigste Amt bei den Vereinten Nationen inne.

Textgröße ändern: