Deutsche Tageszeitung - Länder-Tarifverhandlungen werden Montag fortgesetzt

Länder-Tarifverhandlungen werden Montag fortgesetzt


Länder-Tarifverhandlungen werden Montag fortgesetzt
Länder-Tarifverhandlungen werden Montag fortgesetzt / Foto: ©

Bei den Tarifverhandlungen für die mehr als 800.000 Angestellten der Länder ohne Hessen ist zunächst kein Tarifabschluss gelungen. Die dritte Tarifrunde, die am Samstag begonnen hatte, werde am Montag fortgesetzt, sagten Sprecher von Gewerkschaften und Länder-Arbeitgebern am Sonntagabend in Potsdam. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder TdL hatte am Sonntag erstmals ein umfassendes Arbeitgeberangebot vorgelegt.

Textgröße ändern:

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund dbb fordern fünf Prozent mehr Gehalt, monatlich jedoch mindestens 150 Euro und für Pflegekräfte mindestens 300 Euro mehr. Nach Angaben der Tarifparteien ist eine Annäherung in Einzelfragen bereits gelungen, insgesamt gebe es jedoch weiterhin Verhandlungsbedarf.

Zuvor hatte der niedersächsische Finanzminister und TdL-Verhandlungsführer Reinhold Hilbers (CDU) von einem Angebot für eine lineare Tariferhöhung für alle Beschäftigten und von Sonderregelungen für die Krankenpflege an Landeskliniken gesprochen. Angestellte etwa in der Intensivpflege von Landeskrankenhäusern sollen zusätzlich zu der linearen Lohnerhöhung in noch unbekannter Höhe einen monatlichen Lohnzuschlag erhalten, der die hohe Belastung durch die Corona-Pandemie abgelten soll.

Hessen ist nicht Mitglied der TdL. Dort hatten sich die Tarifparteien bereits Mitte Oktober auf einen Lohnzuwachs in zwei Schritten bis zum 1. August 2023 von insgesamt vier Prozent, monatlich jedoch mindestens 65 Euro mehr geeinigt. Hinzu kommen zwei steuer- und sozialabgabenfreie Einmalzahlungen für 2021 und 2022 in Höhe von jeweils 500 Euro.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Sondersitzung von Innenausschuss in Berliner Abgeordnetenhaus nach CSD-Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) kommt der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen. Auf der am Dienstag veröffentlichten Tagesordnung stehen Anträge aller Fraktionen zu dem Thema. CDU und SPD sowie die Oppositionsfraktionen Grüne und Linke stellten jeweils Anträge, wonach der Anschlag im Allgemeinen besprochen werden soll. Die AfD, die ebenfalls der Opposition angehört, will über islamistische Gefährder und IS-Netzwerke in Berlin sprechen.

SPD-Innenpolitiker: Nach CSD-Anschlag müssen alle Instrumentarien auf den Tisch

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat sich der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler dafür ausgesprochen, alle Instrumentarien "auf den Tisch" zu legen. Es gehöre jetzt ernsthaft alles in die Debatte, "was die Situation verbessern kann und was das Risiko noch weiter herunterfährt, dass es tatsächlich zu Taten kommt", sagte Fiedler am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Netanjahu trifft Trump in Washington

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt am Dienstag nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammen. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025. Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Iran-Krieg abgekühlt.

Trump empfängt Selenskyj im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als "mutig".

Textgröße ändern: