Deutsche Tageszeitung - Mehrere Chanukka-Leuchter in Berlin beschädigt

Mehrere Chanukka-Leuchter in Berlin beschädigt


Mehrere Chanukka-Leuchter in Berlin beschädigt
Mehrere Chanukka-Leuchter in Berlin beschädigt / Foto: ©

In Berlin sind in den vergangenen Tagen in verschiedenen Bezirken insgesamt drei Chanukka-Leuchter beschädigt worden. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen des Verdachts antisemitisch motivierter Sachbeschädigungen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Ein Zusammenhang zwischen den Taten werde geprüft.

Textgröße ändern:

Am Mittwoch stellten Beamte demnach nach Hinweisen aus der Bevölkerung einen beschädigten Chanukka-Leuchter vor dem Roten Rathaus fest. Unbekannte hatten dort den mittleren Ständer des Leuchters demoliert, außerdem fehlten die Leuchtmittel. Deren Diebstahl konnte nach Polizeiangaben nicht ausgeschlossen werden.

Auch in einem weiteren Fall wurde die Polizei von Bürgern auf eine Sachbeschädigung an einem Chanukka-Leuchter vor dem Rathaus im Bezirk Lichtenberg hingewiesen. Dort hatten Unbekannte bereits vor dem 5. Dezember ein an dem Leuchter befestigtes Begrüßungsschild zerstört. Ein Rest des Schilds hing noch am Leuchter.

Die dritte Sachbeschädigung wurde den Angaben zufolge über die Internetwache angezeigt. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg stellten Beamte an einem auf einem Platz aufgestellten Chanukka-Leuchter ein in mehrere Teile zerbrochenes Begrüßungsschild fest.

Die Kerzen des acht- oder neunarmigen Leuchters werden zum jüdischen Chanukkafest entzündet. Das jährlich stattfindende Lichterfest dauert acht Tage und soll an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus erinnern.

(M.Dylatov--DTZ)

Empfohlen

Luftangriff am Jahrestag: Israels Armee nimmt ranghohen Hamas-Vertreter ins Visier

Mit einem Luftangriff auf eine Wohnung im Gazastreifen hat die israelische Armee am Samstag einen hochrangigen Vertreter der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas ins Visier genommen. Sie habe versucht, Ali al-Amudi zu töten, bestätigte die Armee entsprechende Medienberichte. Es werde geprüft, ob al-Amudi verletzt oder tot sei. Nach Angaben des Zivilschutzes und eines Krankenhauses im Gazastreifen wurden bei dem Angriff fünf Menschen getötet.

Nachwahlbefragungen: Pro-EU-Partei von Lettlands Regierungschef liegt vorn

Bei der Parlamentswahl in Lettland ist die Partei von Ministerpräsident Andris Kulbergs am Samstag laut Nachwahlbefragungen gestärkt worden. Demnach erzielte Kulbergs Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste 35,6 Prozent, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk LSM berichtete. Damit dürfte das baltische Land seinen proeuropäischen und proukrainischen Kurs beibehalten. Das vorläufige amtliche Ergebnis wird für Sonntag erwartet.

ALEX BODI UND BOTSCHAFTER GUM DOMINIC MATIOK DER REPUBLIK SÜDSUDAN BESPRECHEN IN BERLIN DIE MÖGLICHKEIT EINES HONORARKONSULATS IN BUKAREST

Der rumänische Unternehmer Alex Bodi (41) und der südsudanesische Botschafter Gum Dominic Matiok Matiok (60) haben am 27. September 2026 im Berliner Hotel Ritz-Carlton über die Einrichtung eines Honorarkonsulats der Republik Südsudan in Bukarest gesprochen. Zur Diskussion steht damit eine konsularische Anlaufstelle, die den Austausch zwischen beiden Ländern unterstützen könnte, wobei Bodi als Honorarkonsul vorgesehen ist.

Nach Scheitern von Wohnungspaket: Zehntausende protestieren in Spanien

Nach dem Scheitern eines Regulierungspakets gegen die Wohnungsnot im Parlament sind in Spanien erneut zehntausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligten sich am Samstag nach Behördenangaben 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000. Auch in mehreren anderen Städten gab es Proteste.

Textgröße ändern: