Deutsche Tageszeitung - Ex-Fahrer aus Ruanda wegen Beihilfe zum Völkermord zu 14 Jahren Haft verurteilt

Ex-Fahrer aus Ruanda wegen Beihilfe zum Völkermord zu 14 Jahren Haft verurteilt


Ex-Fahrer aus Ruanda wegen Beihilfe zum Völkermord zu 14 Jahren Haft verurteilt
Ex-Fahrer aus Ruanda wegen Beihilfe zum Völkermord zu 14 Jahren Haft verurteilt / Foto: ©

Ein französisches Gericht hat einen ehemaligen Fahrer wegen der Beteiligung am Völkermord in Ruanda zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der 60-jährige Claude Muhayimana wurde am Donnerstag in Paris wegen Beihilfe zum Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig befunden. Der Ruander, der 2010 die französische Staatsbürgerschaft erhielt, soll während des Genozids 1994 Hutu-Milizen zu Hinrichtungsorten befördert haben, wo sie tausende Tutsi töteten.

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Die Staatsanwaltschaft bezeichnete Muhayimana als "Opportunisten" und beschuldigte ihn, zum Völkermord beigetragen zu haben, "indem er die Mörder drei Monate lang gefahren und transportiert hat". Muhayimana, der zur Zeit des Genozids mit einer Tutsi verheiratet war, bestritt die Vorwürfe. Einige Zeugen bescheinigten ihm während des Prozesses auch, Tutsi gerettet zu haben.

Das Urteil erging nach einem vierwöchigen Prozess, an dem rund 50 Zeugen angehört wurden. Einige von ihnen waren extra aus Ruanda angereist. Es ist der dritte Prozess in Frankreich gegen mutmaßliche Mitverantwortliche für den Völkermord.

1994 waren in Ruanda etwa 800.000 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen aus der Volksgruppe der Tutsi.

(M.Dylatov--DTZ)

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