Deutsche Tageszeitung - 20 Bergleute nach Überschwemmung in Kohlemine in China gerettet

20 Bergleute nach Überschwemmung in Kohlemine in China gerettet


20 Bergleute nach Überschwemmung in Kohlemine in China gerettet
20 Bergleute nach Überschwemmung in Kohlemine in China gerettet / Foto: ©

Nach der Überschwemmung einer Kohlemine im Norden Chinas sind 20 der 21 eingeschlossenen Bergleute gerettet worden. Zahlreiche Rettungskräfte versuchten am Freitag weiterhin, auch den letzten Grubenarbeiter aus der Mine in Xiaoyi in der Provinz Shanxi zu befreien. Die 21 Bergleute waren am Mittwoch von einer Überschwemmung in dem Bergwerk überrascht worden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Am Freitag wurden nach und nach 20 von ihnen befreit.

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Hunderte Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz. Mit drei Pumpen wurde das Wasser aus den Stollen abgepumpt. Der Rettungseinsatz gestaltete sich schwierig, weil der Eingang des Bergwerks sehr eng ist und es keine präzise Karte der Stollen gibt, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete.

Wegen des Unglücks in dem Bergwerk wurden drei örtliche Verantwortliche, darunter der Chef der Kommunistischen Partei Chinas in Xiaoyi, von ihren Aufgaben entbunden, wie die örtliche Regierung am Freitag mitteilte. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben im Zusammenhang mit dem Grubenunglück sieben Verdächtige fest. Nach weiteren Verdächtigen, darunter der Eigentümer der Mine, werde noch gefahndet. Örtlichen Medien zufolge hatte er nach der Überschwemmung des Bergwerks die Flucht ergriffen.

China gewinnt etwa 60 Prozent seiner Energie aus Kohle. Eine zuletzt stark gestiegene Nachfrage nach Steinkohle hatte nach Angaben der Behörden vom Donnerstag zu einer Zunahme illegaler Bergbauaktivitäten in der Volksrepublik geführt.

In China ereignen sich häufig schwere Grubenunglücke, unter anderem wegen unzureichender Sicherheitsvorkehrungen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Sicherheitslage im Bergbau nach Angaben der chinesischen Behörden jedoch verbessert.

Seit Anfang 2021 wurden 336 Grubenunglücke in China registriert, 59 weniger als im Vorjahreszeitraum. Zuletzt waren im September nach einem Einsturz in einer Kohlegrube in der nordwestlichen Provinz Qinghai nach einer langen Suchaktion die Leichen von 19 Grubenarbeitern entdeckt worden.

(V.Korablyov--DTZ)

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