Deutsche Tageszeitung - Klarer Sieg für Friedrich Merz bei CDU-Mitgliederentscheid

Klarer Sieg für Friedrich Merz bei CDU-Mitgliederentscheid


Klarer Sieg für Friedrich Merz bei CDU-Mitgliederentscheid
Klarer Sieg für Friedrich Merz bei CDU-Mitgliederentscheid / Foto: ©

Der Bundestagsabgeordnete Friedrich Merz wird der nächste Vorsitzende der CDU. Beim ersten Mitgliederentscheid in der Parteigeschichte setzte sich der 66-Jährige mit 62,1 Prozent klar gegen seine Mitbewerber Norbert Röttgen und Helge Braun durch. Röttgen erhielt 25,8 Prozent, Braun kam auf 12,1 Prozent, wie Generalsekretär Paul Ziemiak am Freitag in Berlin mitteilte.

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Da Merz mehr als 50 Prozent der Stimmen bekam, wird es keine Stichwahl geben. Merz soll nun auf einem Parteitag am 21. und 22. Januar offiziell zum Nachfolger von Armin Laschet gewählt werden. Der CDU-Bundesvorstand soll ihn dem Bundesparteitag zur Wahl vorschlagen.

Der siegreiche Bewerber zeigte sich erfreut über die hohe Beteiligung von rund zwei Dritteln der Mitglieder bei der Befragung. Dies sei ein "beeindruckendes und tolles Ergebnis einer Partei, die lebt und die mitgestalten will", sagte Merz. Er denke, es habe der Partei "gut getan", dass drei Kandidaten angetreten seien und wie der Mitgliederentscheid abgelaufen sei.

Merz dankte seinen Mitbewerbern. Als CDU-Chef wolle er für die Partei "in der ganzen Breite" stehen und alle Themen mitbehandeln, diese als wichtig empfinde, sagte er. Er hoffe, dass mit seiner Wahl "eine gewisse Konsolidierung" in die Personalaufstellung der CDU komme. Ausdrücklich sagte er, dass mit seiner Wahl zum Parteichef keine Vorentscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur verbunden sei. Merz ließ zudem zunächst offen, ob er auch den Vorsitz der Bundestagsfraktion anstrebe.

Die unterlegenen Kandidaten Röttgen und Braun gratulierten Merz und sagten ihm ihre Unterstützung zu. Röttgen bezeichnete die hohe Wahlbeteiligung der Mitglieder als "einen großartigen Erfolg". Ähnlich äußerte sich Braun: "Viele haben geunkt, dass wir möglicherweise eine schwache Wahlbeteiligung haben - und jetzt setzen wir Maßstäbe auch für andere Parteien."

Für Merz war es die dritte Kandidatur für den Parteivorsitz. 2018 und Anfang 2021 waren seine Bewerbungen gescheitert - die Entscheidung über den Vorsitz fiel damals auf Bundesparteitagen, nicht wie dieses Mal in einer Basisbefragung.

(I.Beryonev--DTZ)

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