Deutsche Tageszeitung - Bundesrat verlängert Förderprogramm für Ausbau der Ganztagsbetreuung

Bundesrat verlängert Förderprogramm für Ausbau der Ganztagsbetreuung


Bundesrat verlängert Förderprogramm für Ausbau der Ganztagsbetreuung
Bundesrat verlängert Förderprogramm für Ausbau der Ganztagsbetreuung / Foto: ©

Die Bundesmittel für den Ausbau der Ganztagsbetreuung können ein Jahr länger abgerufen werden als bislang vorgesehen. Der Bundesrat billigte am Freitag das kürzlich vom Bundestag beschlossene Gesetz, wonach die Frist bis Ende 20222 verlängert wird. Sie wäre sonst Ende dieses Jahres ausgelaufen. Abgerufen werden können insgesamt 750 Millionen Euro.

Textgröße ändern:

Im Zuge der Corona-Pandemie und der Hochwasserkatastrophe insbesondere in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Juli verzögere sich die Umsetzung des Investitionsprogramms, hieß es zur Begründung des Gesetzes. Verwiesen wurde dabei auf die verspätete Lieferung von Baustoffen und Ausstattungsinvestitionen sowie den Engpass bei Handwerkerterminen. Deshalb sei der Abschluss der Maßnahmen innerhalb des vorgesehenen Förderzeitraums bis Ende dieses Jahres vielfach nicht möglich.

Mit der Verabschiedung des Ganztagsförderungsgesetzes hatte der Bundestag einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für alle Kinder im Grundschulalter eingeführt, der ab August 2026 stufenweise umgesetzt werden soll. Das 750-Millionen-Programm ermöglicht Planung, Neu- und Umbau sowie Erweiterung, Modernisierung und Sanierung von Ganztagseinrichtungen. Auch Ausstattung, wie zum Beispiel Kücheneinrichtungen, Mobiliar sowie Sport- und Spielgeräte, kann damit beschafft werden.

Der Bund beteiligt sich mit 70 Prozent an den Gesamtinvestitionen. Einschließlich des Länderanteils von 30 Prozent stehen somit mehr als eine Milliarde Euro zur Verfügung. Insgesamt stellt der Bund 3,5 Milliarden Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Nach Luftangriffen auf Sanaa: Huthi-Miliz im Jemen greift Aramco-Anlage in Riad an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Anlage in der Hauptstadt. Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, 26 Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben.

Ex-BSW Politikerin Wolf warnt Wagenknecht vor Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt

Thüringens Finanzministerin Katja Wolf hat vor der konstituierenden Sitzung des Landtags in Sachsen-Anhalt scharfe Kritik am Kurs ihrer Ex-Partei BSW geübt und diese vor einer Unterstützung der AfD gewarnt. "Das BSW wird der AfD erstmals zum Vorsitz über ein Landesparlament verhelfen", sagte Wolf der Nachrichtenseite ntv.de in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. "Der AfD den Landtagspräsidenten zu überlassen, halte ich aber für falsch, weil das eine sehr machtvolle Position ist", betonte Wolf.

Brasilien: Lula und Bolsonaro halten Abschlusskundgebungen vor Präsidentenwahl

Einen Tag vor der Präsidentenwahl in Brasilien haben Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und sein wichtigster Herausforderer Flávio Bolsonaro ihre Abschlusskundgebungen abgehalten. Der 80-jährige Amtsinhaber Lula nahm am Samstag ein Bad in der Menge: Er fuhr auf einem Wahlkampf-Lkw durch die Wirtschaftsmetropole São Paulo und wurde von zahlreichen Anhängern umjubelt. Lula bewirbt sich um eine vierte Amtszeit.

Tigray-Konflikt: Äthiopiens Armee rückt nach Rückzug der Rebellen in Mekele ein

Im erneut aufgeflammten Konflikt um die äthiopische Region Tigray haben Regierungstruppen am Samstag die Provinzhauptstadt Mekele wieder eingenommen. Zuvor hatten Kämpfer und Anführer der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) die Stadt weitgehend verlassen. Die TPLF-Rebellen bereiten sich nach eigenen Angaben offenbar auf einen Guerilla-Kampf vor.

Textgröße ändern: