Deutsche Tageszeitung - Prozess wegen Steuerhinterziehung bei Maskenverkauf in Hamburg begonnen

Prozess wegen Steuerhinterziehung bei Maskenverkauf in Hamburg begonnen


Prozess wegen Steuerhinterziehung bei Maskenverkauf in Hamburg begonnen
Prozess wegen Steuerhinterziehung bei Maskenverkauf in Hamburg begonnen / Foto: ©

Vor dem Landgericht Hamburg hat am Freitag der Prozess gegen vier Männer begonnen, die im Zusammenhang mit Maskenlieferungen an das Bundesgesundheitsministerium Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben sollen. Im Mai 2020 sollen die Angeklagten gut 23 Millionen Schutzmasken für rund 109 Millionen Euro an das Ministerium verkauft haben. Die Umsatzsteuer von 19 Prozent sollen sie aber nicht ordnungsgemäß abgeführt haben.

Textgröße ändern:

Am Freitag wurde die Anklage verlesen. Den vier Männern werden unter anderem sieben Steuerhinterziehungen in einer Gesamthöhe von rund fünfeinhalb Millionen Euro wegen der Nichtabgabe und späteren Falschabgabe von Umsatzsteuererklärungen zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht laut einem Gerichtssprecher davon aus, dass zwar im Nachhinein Umsatzsteuer entrichtet worden sei, aber nicht in voller Höhe.

Zwar hätten die Angeklagten nachträglich entsprechende Anmeldungen abgegeben und Umsatzsteuerzahlungen entrichtet, die Anmeldungen beruhten demnach aber auf mutmaßlichen Scheinrechnungen. Die Staatsanwaltschaft vertrete die Auffassung, dass schon die nicht rechtzeitige Anmeldung und Entrichtung der Umsatzsteuer eine Strafbarkeit wegen Steuerhinterziehung begründe.

Die Verteidiger nahmen dazu laut dem Sprecher Stellung und verwiesen darauf, dass dem Fiskus kein Schaden entstanden sei. Die Umsatzsteuer sei nachträglich in der aus ihrer Sicht richtigen Höhe bezahlt worden.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Medien: Warken soll Kanzleramtschefin werden, Linnemann neuer Gesundheitsminister

Nach der Nominierung von Kanzleramtschef Thorsten Frei für das Amt des Unionsfraktionschefs soll Medienberichten zufolge Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (beide CDU) neue Kanzleramtschefin werden. An die Spitze des Gesundheitsministeriums soll dann CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann rücken, berichteten am Donnerstag unter anderem die "Bild"-Zeitung und "Spiegel Online". Für die Nachfolge von Linnemann standen laut "Bild" die Bundestagsabgeordneten Franziska Hoppermann und Catarina dos Santos-Wintz zur Debatte.

Rechtsextremer israelischer Minister provoziert mit neuem Besuch auf Jerusalemer Tempelberg

Der rechtsextreme israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir hat erneut mit einem Besuch auf dem für Juden wie Muslime heiligen Tempelberg in Jerusalem provoziert. Auf Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP waren am Donnerstag Ben-Gvir und hunderte weitere jüdische Gläubige auf dem Gelände zu sehen, darunter Siedler, die sich bereits in den frühen Morgenstunden dort eingefunden hatten, wo viele von ihnen beteten.

Trump droht Huthi-Miliz "bedeutende militärische Bestrafung" an

US-Präsident Donald Trump hat den Huthi-Rebellen im Jemen nach Angriffen auf saudiarabische Öltanker im Roten Meer militärische Gegenschläge angedroht. Trump schrieb am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social, er sei "sehr enttäuscht" über die mit dem Iran verbündete Miliz. Sollten die Huthis erneut Öltanker angreifen, werde ihnen und auch dem Iran eine "bedeutende militärische Bestrafung" auferlegt.

Unionsfraktion sieht Frei vor Herausforderungen bei Zusammenhalt der Koalition

Nach der Nominierung von Thorsten Frei (CDU) für das Amt des Unionsfraktionschefs werden von unterschiedlicher Seite Erwartungen an seine künftige Rolle für die Arbeit der Koalition geäußert. Der Vorsitzende von Freis baden-württembergischer CDU-Landesgruppe im Bundestag, Felix Schreiner, sieht den bisherigen Kanzleramtsminister vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Zurückhaltend äußerte sich am Donnerstag SPD-Fraktionsvize Armand Zorn.

Textgröße ändern: