Deutsche Tageszeitung - Kinderschutzbund gibt ungeimpften Erwachsenen Schuld am Impf-Druck für Kinder

Kinderschutzbund gibt ungeimpften Erwachsenen Schuld am Impf-Druck für Kinder


Kinderschutzbund gibt ungeimpften Erwachsenen Schuld am Impf-Druck für Kinder
Kinderschutzbund gibt ungeimpften Erwachsenen Schuld am Impf-Druck für Kinder / Foto: ©

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, gibt ungeimpften Erwachsenen die Schuld an der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Verantwortlich für die Debatte seien die "Erwachsenen, die zu stur waren, sich impfen zu lassen", sagte Hilgers der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe). Eine Impfpflicht für Kinder kann sich Hilgers allerdings "kaum vorstellen".

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"Hätten wir eine deutlich höhere Impfquote bei den Erwachsenen, bei denen, die dafür in Frage kommen, hätte man gar nicht so heftig über das forcierte Impfen von Kindern diskutieren müssen", sagte Hilgers der Zeitung.

Bezüglich der Kinderimpfung riet Hilgers, "dass sich Eltern und Kinder in dieser Frage eingehend vom Kinderarzt beraten lassen sollten". Er betonte, eine Impfung sollte "immer einvernehmlich von Eltern mit Kindern und Jugendlichen entschieden werden." Derzeit würde er "davon abraten, Kinder und Jugendliche ohne eine solche sorgfältige Beratung, also in Massen-Aktionen an Schulen oder Kindertagesstätten, impfen zu lassen".

Wichtig ist für Hilgers, dass die Ständige Impfkommission eine allgemeine Empfehlung für das Impfen von Kindern und Jugendlichen abgibt. Er hielt jedoch "den politischen Druck auf die Stiko, der versteckt ausgeübt wird, für unangemessen". Schließlich prüfe diese nicht nur die Eignung der Impfstoffe, sondern wäge auch die Risiken gegenüber einem Nicht-Impfen ab. "Wenn man allgemein an Schulen und Kitas impfen will, was ich durchaus nicht ausschließen will, dann muss auf alle Fälle eine Empfehlung vorliegen", forderte er der Zeitung gegenüber.

Die Stiko hat Impfungen zwischen fünf und elf Jahren bislang nur für Kinder mit Vorerkrankungen oder bei Vorliegen anderer Risikofaktoren empfohlen. Allerdings können gleichwohl alle Eltern nach individueller Beratung ihre Kinder impfen lassen, wenn sie dies möchten. In vielen Bundesländern wird von Seiten der Gesundheitsbehörden auch ausdrücklich dafür geworben. Auch Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat sich für Impfungen von Kindern dieser Altersgruppe ausgesprochen.

(W.Novokshonov--DTZ)

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