Deutsche Tageszeitung - Portal: Die meisten gesetzlichen Krankenkassen halten Zusatzbeitrag 2022 konstant

Portal: Die meisten gesetzlichen Krankenkassen halten Zusatzbeitrag 2022 konstant


Portal: Die meisten gesetzlichen Krankenkassen halten Zusatzbeitrag 2022 konstant
Portal: Die meisten gesetzlichen Krankenkassen halten Zusatzbeitrag 2022 konstant / Foto: ©

Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen bleiben laut einer Auswertung des Portals Check24 im kommenden Jahr hoch. 56 der 98 Kassen hielten ihren Zusatzbeitrag 2022 konstant, teilte Check24 am Dienstag mit. Betroffen seien 50 Millionen Versicherte. Zwölf Krankenkassen erhöhen demnach ihren Zusatzbeitrag, nur sieben senken ihn.

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In den kommenden Tagen sind laut dem Portal weitere Anpassungen zu erwarten, da die gesetzlichen Krankenkassen traditionell im Dezember den Zusatzbeitrag für das kommende Jahr bekanntgeben. 2021 hatten die Kassen den Betrag demnach im Schnitt von 1,1 auf 1,3 Prozent erhöht.

Eine weitere "Erhöhungswelle" erwarten die Experten von Check24 trotz der zunehmenden Belastung durch die Corona-Pandemie nicht, da der Staat den Zusatzbeitrag für das kommende Jahr mit einem Rekordzuschuss von 28,5 Milliarden Euro stabilisiert hat. Der Zusatzbeitrag wird seit 2019 wieder paritätisch finanziert: Die Hälfte tragen die Arbeitnehmer, die Hälfte die Arbeitgeber.

Check24 verwies auf Einsparpotenziale bei einem Wechsel der Krankenkasse. Dies ist seit Anfang 2021 einfacher; erlaubt ist der Wechsel alle zwölf Monate. Vorher waren es 18 Monate. "Für Versicherte bedeutet die verkürzte Bindungsfrist große Vorteile, da sie nun regelmäßig die Kasse wählen können, die in Bezug auf Beitragssätze oder Zusatzleistungen am besten zur aktuellen Lebenssituation passt", erklärte das Portal.

Die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Doris Pfeiffer, hatte kürzlich allerdings vor höheren Beiträgen ab 2023 gewarnt. Die bislang geplanten Maßnahmen der neuen Regierung reichten möglicherweise nicht, um das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung aufzufangen.

(W.Novokshonov--DTZ)

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