Deutsche Tageszeitung - Biden nimmt bei erneutem Appell zu Corona-Impfungen Trump zum Vorbild

Biden nimmt bei erneutem Appell zu Corona-Impfungen Trump zum Vorbild


Biden nimmt bei erneutem Appell zu Corona-Impfungen Trump zum Vorbild
Biden nimmt bei erneutem Appell zu Corona-Impfungen Trump zum Vorbild / Foto: ©

US-Präsident Joe Biden hat angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus erneut eindringlich zum Impfen aufgerufen - und dabei seinen umstrittenen Vorgänger Donald Trump zum Vorbild genommen. In einer Ansprache im Weißen Haus verwies Biden am Dienstag auf eine Aussage Trumps, wonach dieser eine Booster-Impfung erhalten hat. "Das ist vielleicht eine der wenigen Dinge, bei denen er und ich uns einig sind", sagte Biden dazu.

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Trump hatte am Sonntag bei einer Veranstaltung im texanischen Dallas gesagt, er habe sich eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Auf einem Video ist zu hören, dass Teile des Publikums darauf mit Buh-Rufen reagierten. Trump hat die schnelle Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus zwar immer wieder als seinen Erfolg dargestellt - zugleich aber so gut wie gar nicht für Impfungen geworben.

In den USA wollen sich Millionen Menschen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Besonders verbreitet ist die Impfskepsis oder gar die Ablehnung von Impfungen bei Anhängern von Trumps konservativen Republikanern. Bislang sind lediglich 61,5 Prozent der US-Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Bidens Appelle stoßen bei vielen Menschen auf taube Ohren.

Der Präsident machte am Dienstag in seiner Rede, in der er neue Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie wie die Bestellung von 500 Millionen Heimtests verkündete, eine weitere Anspielung auf seinen Rivalen Trump. "Dank der vorherigen Regierung und unsere Wissenschaftler sind die USA eines der ersten Länder, die die Impfung bekommen haben", sagte Biden. Für sich und seine Regierung nahm der Präsident die schnelle Verteilung der Vakzine in Anspruch.

Der Präsident wiederholte seine Devise, die Ausbreitung der Omikron-Variante vor den Weihnachtsfeiertagen sei Grund zur Sorge, aber nicht zur Panik. "Wir sind vorbereitet", sagte Biden. Die Menschen müssten sich aber impfen lassen.

"Wenn Sie vollständig geimpft sind, und insbesondere wenn Sie einen Booster bekommen haben, sind Sie hochgradig geschützt", sagte der 79-Jährige. "Wenn Sie nicht geimpft sind, sind Sie einem höheren Risiko ausgesetzt, schwer an Covid-19 zu erkranken, ins Krankenhaus zu müssen und sogar zu sterben."

Omikron ist in rasantem Tempo zur vorherrschenden Variante in den USA geworden. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind fast drei Viertel - 73,2 Prozent - der in der vergangenen Woche registrierten Corona-Fälle auf Omikron zurückzuführen.

Die neue Variante war im November zunächst in Südafrika identifiziert worden. Zahlreiche Länder - darunter die USA - untersagten in der Folge Einreisen aus mehreren Staaten des südlichen Afrika. Biden sagte nun auf eine Journalistenfrage, er erwäge eine Aufhebung dieser Sperre. "Ich werde in den kommenden Tagen mit meinem Team darüber sprechen."

(A.Nikiforov--DTZ)

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