Deutsche Tageszeitung - Beobachtungsstelle: Mehr als 3700 Tote durch Konflikt in Syrien im Jahr 2021

Beobachtungsstelle: Mehr als 3700 Tote durch Konflikt in Syrien im Jahr 2021


Beobachtungsstelle: Mehr als 3700 Tote durch Konflikt in Syrien im Jahr 2021
Beobachtungsstelle: Mehr als 3700 Tote durch Konflikt in Syrien im Jahr 2021 / Foto: ©

Im Syrien-Konflikt sind in diesem Jahr nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als 3700 Menschen getötet worden. Dies sei bei weitem die niedrigste Zahl seit dem Beginn des Krieges in dem Land in 2011, erklärte die Organisation, die ihren Sitz in London hat, am Mittwoch. Unter den Todesopfern waren demnach rund 1500 Zivilisten, darunter 306 Kinder.

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Der Trend der tödlichen Gewalt in Syrien geht seit Jahren nach unten. Im vergangenen Jahr hatte die Beobachtungsstelle 6800 Tote verzeichnet, im Jahr 2019 waren es mehr als 10.000.

Den Angaben zufolge hat Syrien mittlerweile Afghanistan als Land mit den meisten Opfern von Landminen überholt. 2021 waren Minen und andere übrig gebliebene Kriegsmaterialien für knapp 300 Todesfälle verantwortlich.

Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von einem Netz von Informanten vor Ort. Die Angaben der Organisation lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Syrische Regierungstruppen, die von russischen Einheiten unterstützt werden, greifen noch gelegentlich Stellungen von Rebellen um Idlib im Nordwesten des Landes an. Eine Waffenstillstandsvereinbarung wird jedoch weitgehend eingehalten. Kämpfer der Dschihadisten-Organisation Islamischer Staat (IS) verübten bisweilen Angriffe im Osten Syriens, auch nach der Zerschlagung ihres sogenannten Kalifats 2019.

Im syrischen Bürgerkrieg sind fast 500.000 Menschen getötet worden. Der Konflikt hatte die größte Fluchtbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg zur Folge.

(P.Tomczyk--DTZ)

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