Deutsche Tageszeitung - Laschet wäre gerne NRW-Ministerpräsident geblieben

Laschet wäre gerne NRW-Ministerpräsident geblieben


Laschet wäre gerne NRW-Ministerpräsident geblieben
Laschet wäre gerne NRW-Ministerpräsident geblieben / Foto: ©

Der frühere NRW-Ministerpräsident Armin Laschet wäre nach der Niederlage bei der Bundestagswahl gerne Regierungschef in Düsseldorf geblieben. "Das Amt des Ministerpräsidenten aufzugeben war schwer", sagte Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Freitag. Er habe die Aufgabe mit großer Leidenschaft ausgeübt. Es sei aber sein Versprechen gewesen, auf jeden Fall nach Berlin zu gehen, ohne "Rückfahrkarte" für ihn. "Das dann einzulösen, ist mir nicht leichtgefallen", gestand Laschet ein.

Textgröße ändern:

Sein Nachfolger Hendrik Wüst habe jetzt die Chance, als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz "in der Corona-Politik die Stimme der deutschen Länder zu sein und ein sichtbarer Akteur zu werden", sagte Laschet weiter. Für die Wähler in NRW sei entscheidend, dass die Politik der vergangenen Jahre fortgesetzt werde. Er sehe "keine Wechselstimmung oder eine Sehnsucht rückwärts zu Rotgrün".

In Nordrhein-Westfalen wird am 15. Mai ein neuer Landtag gewählt. Eine von nordrhein-westfälischen Zeitungen beauftragte aktuelle Forsa-Umfrage sieht CDU und SPD mit 27 Prozent auf Augenhöhe, die Grünen folgen mit 17 Prozent auf Platz drei.

Zu seinem designierten Nachfolger an der Spitze der CDU, Friedrich Merz, hat Laschet seinen Aussagen zufolge ein ungetrübtes Verhältnis: "Er war mein Wettbewerber, nie mein Rivale. Wir verstehen uns sehr gut." Bei seiner Kandidatur habe Merz deutlich gemacht, dass er auch im neuen CDU-Präsidium und bei den Stellvertretern die Breite der Partei widerspiegeln wolle. "Ich glaube, dass seine Wahl bei der Aufstellung in der Opposition hilft", fügte Laschet hinzu.

Zu seinem Konkurrenten um die Kanzlerkandidatur, dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder, gebe es derzeit keinen Gesprächsfaden. "Wir hatten ein gutes Verhältnis früher. Im Moment gibt es wenig abzustimmen", sagte Laschet.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Selenskyj: Washington plant neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau im Oktober

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.

Textgröße ändern: