Deutsche Tageszeitung - Ehemaliger griechischer Präsident Papoulias mit 92 Jahren gestorben

Ehemaliger griechischer Präsident Papoulias mit 92 Jahren gestorben


Ehemaliger griechischer Präsident Papoulias mit 92 Jahren gestorben
Ehemaliger griechischer Präsident Papoulias mit 92 Jahren gestorben / Foto: ©

Der frühere griechische Präsident Karolos Papoulias ist am Sonntag im Alter von 92 Jahren gestorben. "Mit Trauer richten wir unseren letzten Gruß an Karolos Papoulias", erklärte Präsidentin Katerina Sakellaropoulou. Er habe sich immer für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die nationale Einheit eingesetzt. Papoulias stand während der internationalen Finanzkrise 2008/2009 und auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise an Griechenlands Staatsspitze.

Textgröße ändern:

Der Mitbegründer der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung (Pasok) wurde 2005 und erneut 2010 - und damit zu Beginn der Schuldenkrise, die sein Land in schwerste politische und wirtschaftliche Turbulenzen stürzte - zum Präsidenten gewählt. Dass er die von den internationalen Kreditgebern als Gegenleistung für ein Rettungspaket diktierten Sparmaßnahmen unterstützte, versetzte seiner Popularität einen harten Schlag. Bei einer Parade im Oktober 2012 wurde er von Demonstranten als "Verräter" beschimpft.

Die Vorwürfe verletzten den damals 83-Jährigen schwer. Erbittert erinnerte er vor den Medien daran, dass er schon mit 15 Jahren gegen die Nazis gekämpft hatte. Als einer der ersten Politiker hatte er da schon Monate zuvor aus Solidarität mit der Bevölkerung, die schwere Einbußen hinnehmen mussten, auf sein Gehalt verzichtet.

Karolos Papoulias wurde am 4. Juni 1929 in der nordwestgriechischen Stadt Ioannina geboren und war bereits als Jugendlicher von 1942 bis 1944 im Widerstand gegen die Nazis aktiv. Er studierte Jura in Athen, Italien und Deutschland; während der Diktatur von 1967 bis 1974 fand er in Deutschland auch Asyl. Er war von 1977 bis 2000 Mitglied des Parlaments und diente von 1985 bis 1989 und von 1993 bis 1996 als Außenminister in Pasok-Regierungen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt sich zum Wahlsieger und dankt Trump und Putin

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik nach eigenen Angaben seine Macht in der serbischen Teilrepublik gesichert. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte Dodik am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Seine Partei habe sowohl in der Teilrepublik gewonnen als auch den serbischen Sitz des dreiköpfigen Staatspräsidiums des Zentralstaats.

NOOSHA AUBEL UND DAS BESCHÄMENDE VERSAGEN DER STRUKTUREN IM RATHAUS POTSDAM

Noosha Aubel ist 50 Jahre alt, parteilos und seit dem 24. Oktober 2025 Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam. Von 2017 bis 2023 gehörte sie bereits als Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport zur Verwaltungsspitze. Damit ist sie keine politische Anfängerin, die sich erst in Potsdamer Strukturen einarbeiten müsste. Sie kennt dieses Rathaus, seine Zuständigkeiten und seine Schwachstellen seit Jahren. Genau deshalb wiegen die Vorgänge um die mehrfach schwerstbehinderten Schwestern Heddå und Heidrūn politisch besonders schwer und werden Fragen an fehlendem Anstand und Moral auf.

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

Textgröße ändern: