Deutsche Tageszeitung - USA ernennen Sondergesandte für Rechte von Frauen in Afghanistan

USA ernennen Sondergesandte für Rechte von Frauen in Afghanistan


USA ernennen Sondergesandte für Rechte von Frauen in Afghanistan
USA ernennen Sondergesandte für Rechte von Frauen in Afghanistan / Foto: ©

Die USA haben eine Sondergesandte für die Rechte von Frauen im von den radikalislamischen Taliban regierten Afghanistan ernannt. US-Außenminister Antony Blinken gab am Mittwoch die Ernennung der in Afghanistan geborenen Außenpolitik- und Mediationsexpertin Rina Amiri zur "Sondergesandten für afghanische Frauen, Mädchen und Menschenrechte" bekannt.

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Amiri werde sich mit Themen befassen, die für ihn, die US-Regierung und die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten "von größter Bedeutung" seien, erklärte Blinken. "Wir wollen ein friedliches, stabiles und sicheres Afghanistan, in dem alle Afghanen in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Inklusion leben und gedeihen können." Amiri hatte bereits unter dem früheren US-Präsidenten Barack Obama für das Außenministerium gearbeitet.

Die USA hatten im August nach 20 Jahren ihren Militäreinsatz am Hindukusch beendet. Inmitten des chaotischen Truppenabzugs eroberten die Taliban die Macht in dem Bürgerkriegsland zurück, was große Befürchtungen für das Schicksal von Frauen weckte.

Während ihrer Herrschaft in den 90er Jahren hatten die Taliban Frauen massiv unterdrückt. Mädchen durften nicht zur Schule gehen, Frauen durften das Haus nur mit einer Burka bekleidet und mit männlicher Begleitung verlassen. In den vergangenen Monaten haben die Taliban die Rechte von Frauen erneut stark eingeschränkt.

Zuletzt verfügten die Islamisten, dass Frauen nur noch längere Reisen unternehmen dürfen, wenn sie von einem nahen männlichen Verwandten begleitet werden. Alle Fahrzeughalter werden außerdem aufgefordert, nur Trägerinnen eines islamischen Hidschab zu transportieren. Menschenrechtsaktivisten verurteilten die Einschränkungen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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