Deutsche Tageszeitung - Biden und Putin telefonieren zu Ukraine-Konflikt

Biden und Putin telefonieren zu Ukraine-Konflikt


Biden und Putin telefonieren zu Ukraine-Konflikt
Biden und Putin telefonieren zu Ukraine-Konflikt / Foto: ©

Vor dem Hintergrund der Spannungen um die Ukraine haben US-Präsident Joe Biden und der russische Staatschef Wladimir Putin ein erneutes Telefonat geführt. Das Gespräch der beiden Präsidenten am Donnerstag dauerte 50 Minuten, wie ein Vertreter des Weißen Hauses sagte. Angaben zum Verlauf der Unterredung wurden in Kürze erwartet.

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Beide Seiten hatten vor dem Telefonat ihre Dialogbereitschaft betont. Der Kreml erklärte, Putin sei zuversichtlich zur Möglichkeit eines "wirkungsvollen Dialogs". Ein US-Regierungsvertreter kündigte an, Biden, der sich derzeit in seinem Haus in Wilmington im Bundesstaat Delaware befindet, wolle Putin einen "diplomatischen Weg nach vorne" anbieten.

Das zweite Telefonat der beiden Staatschefs binnen eines Monats erfolgt vor dem Hintergrund der Spannungen um den massiven russischen Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine. Der Westen befürchtet, Russland könnte das Nachbarland angreifen. Die Regierung in Moskau dementiert jegliche Angriffspläne, weist Kritik an den Truppenbewegungen zurück und wirft seinerseits Kiew und der Nato "Provokationen" vor.

Biden und Putin hatten sich im Juni in Genf getroffen und zuletzt am 7. Dezember ein Videotelefonat geführt. Vertreter der USA und Russlands wollen am 10. Januar in Genf zu Beratungen über den Ukraine-Konflikt zusammenkommen. Zwei Tage später sind Gespräche zwischen Russland und der Nato geplant, am 13. Januar sollen Beratungen zwischen Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) folgen.

Russland verlangt Sicherheitsgarantien des Westens und hat Entwürfe für zwei Abkommen mit den USA und der Nato vorgelegt, mit denen eine Osterweiterung des Militärbündnisses sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Die weitreichenden Forderungen wurden von mehreren Nato-Mitgliedern zurückgewiesen.

(U.Beriyev--DTZ)

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