Deutsche Tageszeitung - Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Bremer Raumfahrtkonzern OHB

Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Bremer Raumfahrtkonzern OHB


Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Bremer Raumfahrtkonzern OHB
Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Bremer Raumfahrtkonzern OHB / Foto: ©

Wenige Tage nach einem Brandanschlag auf ein Gebäude des Bremer Raumfahrt- und Luftfahrtkonzerns OHB hat sich eine mutmaßlich linksextremistische Gruppe im Internet zu der Tat bekannt. Die Polizei stufte das auf der Plattform Indymedia veröffentliche Bekennerschreiben nach eigenen Angaben vom Donnerstag als echt ein und gründete eine Sonderkommission zur Aufklärung der Brandstiftung und ähnlicher früherer Taten.

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Bei dem Anschlag waren laut Ermittlern in der Neujahrsnacht um kurz nach Mitternacht mehrere Brandsätze in das Gebäude geworfen worden, das daraufhin Feuer fing. In einem Vorraum in unmittelbarer Nähe des Brandorts hielt sich demnach ein Wachmann auf, der die Flammen aber schnell bemerkte und sich unverletzt ins Freie rettete.

In dem auf dem von den Sicherheitsbehörden als linksextremistisch eingestuften Internetportal Indymedia veröffentlichten Schreiben beanspruchten "Autonome Antimilitarist*innen" die Tat für sich. OHB sei ein "Rüstungskonzern", der Satellitensysteme für militärische Zwecke baue und verkaufe, erklärten die Verfasser zur Begründung.

Laut Polizei sollen die Ermittlungen nun in einer Sonderkommission Linksextremismus gebündelt werden, die nach dem Vorbild einer schon bestehenden Sonderkommission Rechtsextremismus arbeitet. Dies habe Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) mit ihm verabredet, teilte Bremens Polizeipräsident Dirk Fasse mit.

"Bei dem Anschlag hätten Menschen verletzt oder getötet werden können", erklärte Fasse. In die neue Sonderkommission soll auch die Sonderkommission Feuer eingegliedert werden, die frühere mutmaßliche linksextreme Brandstiftungen aufklären soll.

In Bremen hatte es in der jüngeren Vergangenheit bereits diverse Sachbeschädigungen und Brandstiftungen mit linksextremistischem Hintergrund gegeben. Betroffen waren Polizeistationen und Streifenwagen sowie Büros und Fahrzeuge von Immobilienfirmen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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