Deutsche Tageszeitung - Kreml bewertet Gespräche mit Washington "positiv"

Kreml bewertet Gespräche mit Washington "positiv"


Kreml bewertet Gespräche mit Washington "positiv"
Kreml bewertet Gespräche mit Washington "positiv" / Foto: ©

Russland hat die Gespräche mit den USA über die Ukraine-Krise und die europäische Sicherheitsarchitektur als "positiv" bewertet. Dennoch sei es zu früh, um optimistisch über mögliche Ergebnisse zu sprechen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag. "Man hätte naiv sein müssen, um zu glauben, dass eine erste Runde umfassende Ergebnisse bringt", ordnete er die Verhandlungen ein.

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Am Vortag waren beide Seiten in Genf zusammengekommen. Nach sieben Stunden waren die Verhandlungen ohne Durchbruch zu Ende gegangen. Washington warnte Moskau dabei erneut vor einem Einmarsch in die Ukraine.

Der Kreml nannte die Stationierung zehntausender russischer Soldaten an der Grenze zur Ukraine eine Reaktion auf die zunehmende Präsenz der Nato in der Region und forderte erneut westlichen Sicherheitsgarantien. Bereits im Vorfeld hatten beide Seiten jedoch Zugeständnisse ausgeschlossen.

Auf die erste Runde Verhandlungen in Genf folgt am Mittwoch ein Treffen zwischen Russland und der Nato in Brüssel. "Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Stunde der Wahrheit in unseren Beziehungen mit der Allianz gekommen ist", sagte der stellvertretende Außenminister Alexander Gruschko mehreren russischen Nachrichtenagenturen zufolge. "Wir hoffen, dass dies ein ernsthaftes, tiefgehendes Gespräch über wichtige, grundlegende Probleme der europäischen Sicherheit sein wird", sagte Gruschko weiter. Moskau werde darauf drängen, dass "der russische Entwurf eines Garantieabkommens konkret, substantiell und Artikel für Artikel beantwortet wird".

Den Westen treibt angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarschs an der Grenze zur Ukraine die Sorge um, dass Russland nach der Annexion der Krim derzeit einen Einmarsch im Nachbarland vorbereitet. Dies weist der Kreml kategorisch zurück. Gleichzeitig fordert er von den USA und der Nato Abkommen, mit denen eine Osterweiterung der Nato sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden sollen. Dies wiederum wird von mehreren Nato-Mitgliedern abgelehnt.

(P.Tomczyk--DTZ)

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