Deutsche Tageszeitung - FDP-Politiker Kober ist neuer Opferbeauftragter der Bundesregierung

FDP-Politiker Kober ist neuer Opferbeauftragter der Bundesregierung


FDP-Politiker Kober ist neuer Opferbeauftragter der Bundesregierung
FDP-Politiker Kober ist neuer Opferbeauftragter der Bundesregierung / Foto: ©

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Pascal Kober ist der neue Beauftragte der Bundesregierung für die Anliegen von Opfern und Hinterbliebenen von Terror-Taten in Deutschland. Das Bundeskabinett berief den studierten Theologen am Mittwoch zum Nachfolger des bisherigen Beauftragten Edgar Franke, wie das Bundesjustizministerium mitteilte. Kober versprach vollen Einsatz für die Betroffenen: "Noch immer empfinden Opfer und Angehörige den Umgang mit ihnen und ihren Anliegen als verstörend und verletzend."

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Das Amt des Opferbeauftragten war nach dem Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz 2016 geschaffen worden. Der Beauftragte soll Terroropfern und Hinterbliebenen als dauerhafter Ansprechpartner zur Seite stehen. Die Betroffenen "können gewiss sein, dass auch der neue Bundesopferbeauftragte noch Jahre nach der Tat für sie und ihre Anliegen da sein wird", erklärte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP).

Kober studierte nach Angaben des Ministeriums Theologie und ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Unter anderem war er als Militärseelsorger in Baden-Württemberg und bei zwei Auslandseinsätzen in Mali tätig. Kober war 2009 erstmals in den Bundestag gewählt worden und gehört ihm seit dem Wiedereinzug der FDP im Jahr 2017 wieder an.

Der neue Bundesopferbeauftragte führe nun die Betreuung der Betroffenen des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016, des Anschlags in Halle (Saale) 2019, des Anschlags in Hanau 2020 und der Messerattacke in Dresden 2020 fort, erklärte das Justizministerium.

Die "wichtigste Aufgabe" des Opferbeauftragten liegt nach Darstellung der Bundesregierung in seiner Funktion als Kontaktvermittler und Koordinator zu allen mit einem Terroranschlag befassten Behörden des Bundes und der Länder. Er soll auch konkrete Unterstützungsmaßnahmen vermitteln - etwa auf finanziellem, sozialen oder psychologischen Gebiet.

(I.Beryonev--DTZ)

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