Deutsche Tageszeitung - USA fordern von Israel Untersuchung des Todes eines US-Bürgers im Westjordanland

USA fordern von Israel Untersuchung des Todes eines US-Bürgers im Westjordanland


USA fordern von Israel Untersuchung des Todes eines US-Bürgers im Westjordanland
USA fordern von Israel Untersuchung des Todes eines US-Bürgers im Westjordanland / Foto: ©

Die USA haben Israel aufgefordert, den Tod eines US-Bürgers im besetzten Westjordanland zu untersuchen. Ein Bürgermeister sagte der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch, dass der 80-Jährige Mann nach seiner Festnahme durch israelische Streitkräfte tot und in Handschellen gefesselt aufgefunden wurde. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, erklärte, seine Regierung "wünsche" sich eine "sorgfältige Untersuchung der Umstände dieses Vorfalls".

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Eine Einheit von 30 bis 40 israelischen Soldaten hatte in der Nacht zum Mittwoch eine Straßensperre in einem Dorf nördlich der palästinensischen Stadt Ramallah errichtet. Der Bürgermeister sagte AFP, dass die Soldaten Autos "in der Mitte des Dorfes" angehalten und die Passagiere festgenommen und in Handschellen gelegt hätten.

Der 80-jährige Omar Abdalmadschid Asad war demnach auf dem Heimweg von einem Besuch bei Verwandten, als er festgenommen, gefesselt, geschlagen und auf einer Baustelle zurückgelassen wurde. Dorfbewohner hätten den US-palästinensischen Mann tot aufgefunden, nachdem die israelischen Soldaten in den frühen Morgenstunden abgezogen waren. Das palästinensische Gesundheitsministerium bestätigte diese Schilderung und erklärte, der alte Mann sei an einem "Herzinfarkt" gestorben, bevor er ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Die israelische Armee erklärte, dass in dem Dorf eine "Antiterror-Operation durchgeführt" worden sei. "Eine erste Untersuchung ergab, dass ein Palästinenser, der sich den Soldaten widersetzt hatte, festgenommen und später in der Nacht wieder freigelassen wurde", erklärte die Armee weiter. "Als dieser Palästinenser von den Truppen freigelassen wurde, war er am Leben."

Der Vorfall ereignete sich nach Zusammenstößen zwischen Studenten und israelischen Soldaten im Westjordanland am Dienstag sowie einem Anschlag mit einer Autobombe, bei dem ein israelischer Soldat in der Nähe einer israelischen Siedlung dort verletzt wurde. Die israelischen Streitkräfte führen regelmäßig Razzien im Westjordanland durch. In diesem seit 1967 besetzten Gebiet leben heute 2,9 Millionen Palästinenser sowie 475.000 Israelis, die meist in völkerrechtswidrigen Siedlungen wohnen.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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