Deutsche Tageszeitung - Ärzte: Drei Demonstranten bei Protesten im Sudan getötet

Ärzte: Drei Demonstranten bei Protesten im Sudan getötet


Ärzte: Drei Demonstranten bei Protesten im Sudan getötet
Ärzte: Drei Demonstranten bei Protesten im Sudan getötet / Foto: ©

Bei Protesten gegen die Machtübernahme durch das Militär im Sudan sind nach Angaben von Ärzten am Montag drei Demonstranten getötet worden. Sie seien in der Hauptstadt Khartum von den Sicherheitskräften erschossen worden, teilte Ärzte auf der Facebookseite der Gesundheitsbehörden von Khartum mit. Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Proteste erhöhte sich damit auf 67.

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Am Montag waren erneut tausende Menschen in Khartum und in Wad Madani im Süden des nordafrikanischen Landes auf die Straße gegangen. In Khartum zogen die Demonstranten in Richtung des Präsidentenpalastes, woraufhin die Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten, um den Protestzug zu stoppen.

In der sudanesischen Hauptstadt werden diese Woche der US-Sondergesandte David Satterfield und die US-Staatssekretärin für afrikanische Angelegenheiten, Molly Phee, erwartet, die ihre Unterstützung für die Menschen im Sudan bekunden wollen.

Sudans oberster General Abdel Fattah al-Burhan hatte im Oktober den Ausnahmezustand verhängt und die Regierung abgesetzt, die nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir im April 2019 den Übergang zu demokratischen Wahlen hatte leiten sollen. Seitdem kommt es regelmäßig zu Massenprotesten, gegen die das Militär oft gewaltsam vorgeht.

General al-Burhan hatte erklärt, die Machtübernahme durch das Militär sei kein "Putsch", sondern ziele darauf ab, die Ausrichtung der Übergangsherrschaft zu "korrigieren".

(W.Novokshonov--DTZ)

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