Deutsche Tageszeitung - Angriff auf Polizeikontrolle in pakistanischer Hauptstadt

Angriff auf Polizeikontrolle in pakistanischer Hauptstadt


Angriff auf Polizeikontrolle in pakistanischer Hauptstadt
Angriff auf Polizeikontrolle in pakistanischer Hauptstadt / Foto: ©

Bei einem Angriff auf eine Polizeikontrolle sind in der Hauptstadt Pakistans ein Beamter getötet und zwei weitere verletzt worden. Zwei Bewaffnete auf einem Motorrad hatten laut Polizeiangaben am Montagabend (Ortszeit) auf den Kontrollpunkt in Islamabad geschossen. Die Polizisten töteten demnach beide Angreifer. Das Innenministerium ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an. Ein ranghoher Polizeibeamter bezeichnete den Angriff als "terroristischen Akt".

Textgröße ändern:

Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Pakistan kämpft derzeit mit einem Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban. Im Nachbarland Afghanistan befinden sich die Taliban seit August wieder an der Macht. Die pakistanischen Taliban unter dem Kürzel TTP sind allerdings eigenständig.

Die pakistanische Regierung hatte Ende vergangenen Jahres einen einmonatigen Waffenstillstand mit der TTP ausgehandelt. Dieser lief jedoch aus, nachdem die Friedensgespräche keine Fortschritte erzielten. Die TTP wird für hunderte Selbstmordattentate und Entführungen in ganz Pakistan verantwortlich gemacht. Angriffe in der Hauptstadt sind jedoch vergleichsweise selten; Islamabad wird von den pakistanischen Sicherheitskräften stark bewacht.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei CDU

Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sieht nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch Klärungsbedarf bei der CDU. Dass Rausch mit deutlich mehr als den AfD-Stimmen gewählt wurde, "wirft sehr drängende Fragen auf", erklärte Klingbeil am Dienstag. "Nicht nur das BSW, sondern auch die CDU muss dringend erklären, wie es dazu kommen konnte."

Regierungskreise: Macron berät mit wichtigen Ministern über Schülerproteste

Angesichts der seit Wochen andauernden Schülerproteste in Frankreich trifft der französische Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend mit wichtigen Ministern zusammen. An dem Treffen sollen unter anderem Premierminister Sébastien Lecornu, Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray teilnehmen, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete.

Jemen: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete im Südwesten Saudi-Arabiens

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine ballistische Rakete der pro-iranischen Huthi-Miliz abgefangen. Die Rakete, die auf Chamis Muschait im Südwesten Saudi-Arabiens abgefeuert worden sei, sei "abgefangen und zerstört" worden, erklärte der Sprecher der Koalition, Turki al-Maliki, am Dienstag im Onlinedienst X. In der Stadt befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt.

Grüne: Regierung gelingt Berufung von Antisemitismusbeauftragtem nicht

Die Grünen kritisieren, dass das Amt des Antisemitismusbeauftragten weiter unbesetzt ist. "Zu jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit inszeniert sich die Bundesregierung als Vorkämpferin gegen Antisemitismus", sagte die Grünen-Innenpolitikerin Marlene Schönberger am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Doch die Worte passen nicht zu ihren Taten. Politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus wird geschwächt und es gelingt der Bundesregierung noch nicht einmal, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen.

Textgröße ändern: