Deutsche Tageszeitung - Portugiesen entscheiden bei vorgezogener Neuwahl über neue Regierung

Portugiesen entscheiden bei vorgezogener Neuwahl über neue Regierung


Portugiesen entscheiden bei vorgezogener Neuwahl über neue Regierung
Portugiesen entscheiden bei vorgezogener Neuwahl über neue Regierung / Foto: ©

Portugal hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Jüngsten Umfragen zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Sozialistischen Partei (PS) von Regierungschef António Costa und der Sozialdemokratischen Partei (PSD) aus dem oppositionellen Mitte-rechts-Lager ab. Demnach dürfte keines der beiden Lager eine parlamentarische Mehrheit erhalten.

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Die Wahllokale öffneten am Sonntagmorgen um 09.00 Uhr und sollten zwölf Stunden später schließen, anschließend werden erste Hochrechnungen erwartet.

Die vorgezogene Neuwahl war im November einberufen worden, nachdem der Haushaltsentwurf von Costas Minderheitsregierung im Parlament gescheitert war - auch, weil ihm seine bisherigen Verbündeten von der radikalen Linken die Unterstützung entzogen hatten.

Die große Frage ist nun, wer künftig mit wem eine Regierungskoalition eingehen könnte. Vier Gruppierungen können mit einem Stimmenanteil von je fünf bis sechs Prozent rechnen. Zuwächse werden vor allem für die Rechtspopulisten der Chega-Partei erwartet.

Portugal brauche "nach diesen zwei schwierigen Jahren des Kampfes gegen die Pandemie" Stabilität, hatte Costa am Freitag zum Wahlkampfabschluss in Porto gesagt. Seine Regierung habe die "Austerität und die Stagnation besiegt" und sei auf einem guten Weg gewesen, auch "die Pandemie zu besiegen".

Costas PS hatte vor drei Monaten noch deutlich vor der PSD gelegen. Seitdem schrumpfte der Vorsprung der Regierungspartei. In den letzten Umfragen kamen die Sozialisten auf 35 bis 36 Prozent. Die von Portos früherem Bürgermeister Rui Rio angeführten Sozialdemokraten lagen bei 33 Prozent.

(P.Tomczyk--DTZ)

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