Deutsche Tageszeitung - Ein Demonstrant bei erneuten Anti-Putsch-Protesten im Sudan getötet

Ein Demonstrant bei erneuten Anti-Putsch-Protesten im Sudan getötet


Ein Demonstrant bei erneuten Anti-Putsch-Protesten im Sudan getötet
Ein Demonstrant bei erneuten Anti-Putsch-Protesten im Sudan getötet / Foto: ©

Bei erneuten Protesten gegen die Machtübernahme des Militärs im Sudan ist ein Demonstrant getötet worden. Der 27-Jährige sei in Khartum durch Schüsse der Sicherheitskräfte gestorben, teilte eine pro-demokratische Ärztevereinigung am Sonntag mit. Nach Angaben von Ärzten wurden seit Beginn der Proteste im Oktober insgesamt 79 Demonstranten bei Protesten gegen die Junta getötet. Hunderte weitere wurden demnach verletzt.

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Nicht nur in der Hauptstadt Khartum gingen die Menschen am Sonntag auf die Straße, auch in anderen Landesteilen, wie Darfur im Westen, demonstrierten die Menschen gegen die Militärregierung. In den vorherigen drei Tagen hatten die Behörden nach Angaben von Organisatoren der Proteste 45 Menschen festgenommen.

Sudans oberster General Abdel Fattah al-Burhan hatte im Oktober den Ausnahmezustand verhängt und die Regierung abgesetzt, die nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Omar al-Baschir im April 2019 den Übergang zu demokratischen Wahlen hatte leiten sollen. Seitdem kommt es regelmäßig zu Massenprotesten, gegen die das Militär oft gewaltsam vorgeht.

General al-Burhan hatte erklärt, die Machtübernahme durch das Militär sei kein "Putsch", sondern ziele darauf ab, die Ausrichtung der Übergangsherrschaft zu "korrigieren".

(I.Beryonev--DTZ)

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