Deutsche Tageszeitung - UN-Vize-Generalsekretärin prangert "unvorstellbares" Leid von Frauen in Äthiopien an

UN-Vize-Generalsekretärin prangert "unvorstellbares" Leid von Frauen in Äthiopien an


UN-Vize-Generalsekretärin prangert "unvorstellbares" Leid von Frauen in Äthiopien an
UN-Vize-Generalsekretärin prangert "unvorstellbares" Leid von Frauen in Äthiopien an / Foto: ©

Nach einem Besuch in den Konfliktregionen Äthiopiens hat die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed auf das "unvorstellbare" Leid der Frauen aufmerksam gemacht. Die Vize-Generalsekretärin schilderte nach ihrer Reise in die Regionen Tigray, Amhara, Afar und Somali am Freitag vor Journalisten einen Fall, bei dem eine Frau vor den Augen ihres Kindes vergewaltigt und anschließend von ihrem Mann und ihrer Familie verstoßen worden sei.

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"In Ihren schlimmsten Albträumen können Sie sich nicht vorstellen, was mit den Frauen in Äthiopien geschehen ist", sagte Mohammed bei der Pressekonferenz. Sie habe auch viele Frauen gesehen, die an Hunger litten. Im 21. Jahrhundert sei es "inakzeptabel", anderen Menschen so etwas anzutun, sagte Mohammed. "Jeder hat Schuld", betonte sie.

"Wenn Männer in den Krieg ziehen, kommen sie zurück und gelten als Helden, egal welche Verletzungen sie haben", führte die stellvertretende UN-Generalsekretärin weiter aus. Für Frauen gelte dies nicht: "Sie werden einfach ausgegrenzt. Das muss aufhören."

Der bewaffnete Konflikt zwischen der Regierung in Addis Abeba und der TPLF in der Konfliktregion Tigray hatte im November 2020 mit einer Offensive der Regierungstruppen begonnen. Seither wurden tausende Menschen getötet und mehr als zwei Millionen in die Flucht getrieben. Die Vereinten Nationen werfen allen Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

(M.Dylatov--DTZ)

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