Deutsche Tageszeitung - Prozessbeginn knapp sechs Jahre nach islamistischem Mord an französischem Priester

Prozessbeginn knapp sechs Jahre nach islamistischem Mord an französischem Priester


Prozessbeginn knapp sechs Jahre nach islamistischem Mord an französischem Priester
Prozessbeginn knapp sechs Jahre nach islamistischem Mord an französischem Priester / Foto: ©

Knapp sechs Jahre nach dem islamistisch motivierten Mord an einem französischen Priester müssen sich drei mutmaßliche Komplizen der Täter seit Montag vor Gericht verantworten. Zwei 19-Jährige, die sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat bekannten, hatten den 85 Jahre alten Geistslichen Jacques Hamel im Juli 2016 während der Messe angegriffen und ihm vor den Augen der Gottesdienstbesucher die Kehle durchgeschnitten.

Textgröße ändern:

Die Polizei hatte die beiden Täter erschossen, als sie die Kirche verließen. Den seit Montag vor Gericht stehenden Angeklagten wird Bildung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen. Sie sollen über das Vorhaben informiert gewesen sein. Ein vierter Angeklagter wurde vermutlich bei einem Drohnenangriff im Irak getötet.

Die Tat in Saint-Etienne-du-Rouvray hatte vor sechs Jahren weit über die Grenzen Frankreichs hinaus Erschütterung ausgelöst. Kaum zwei Wochen zuvor waren bei einem islamistischen Anschlag mit einem Lastwagen auf der Promenade von Nizza 86 Menschen getötet worden.

Die katholische Kirche will den getöteten Priester seligsprechen. Papst Franziskus hatte eingewilligt, die Wartezeit bis zum Beginn des Verfahrens zu beschleunigen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

US-Präsident Donald Trump hat die konservative Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin ernannt. Er lobte sie am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als treue Anhängerin seiner Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). Zacharia wird damit die Nachfolge von Karoline Leavitt antreten, die im August zurückgetreten war. Leavitt hatte dies damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle.

Trump: Mit Putin russische Diesel-Lieferung für USA und Weltmarkt vereinbart

Russland will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump große Mengen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Trump erklärte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, dies habe er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vereinbart, um die Preise zu senken. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, schrieb Trump.

Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine plante nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen im israelischen Tel Aviv. Der Mann aus dem Oman habe sich dabei die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Vorbild genommen, erklärte Generalstaatsanwalt Hamad Saif al-Schamsi am Freitag. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Textgröße ändern: