Deutsche Tageszeitung - Familie eines im Iran inhaftierten Deutschen fordert Hilfe von Bundesregierung

Familie eines im Iran inhaftierten Deutschen fordert Hilfe von Bundesregierung


Familie eines im Iran inhaftierten Deutschen fordert Hilfe von Bundesregierung
Familie eines im Iran inhaftierten Deutschen fordert Hilfe von Bundesregierung / Foto: ©

Die Familie eines im Iran inhaftierten deutsch-iranischen Oppositionellen appelliert an die Bundesregierung, dessen Verurteilung zu einer Todesstrafe zu verhindern. "Wir rufen dringend dazu auf, das Leben des 66 Jahre alten Deutschen zu retten", heißt es in einem offenen Brief der Tochter von Dschamschid Scharmahd, Gazelle, und mehrerer Aktivisten an Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne).

Textgröße ändern:

Die iranische Justiz wirft Scharmahd vor, an einem Anschlag auf eine Moschee in der südiranischen Stadt Schiras im Jahr 2008 beteiligt gewesen zu sein, bei dem 14 Menschen getötet wurden. Außerdem solle er sich der Korruption schuldig gemacht haben.

Die Familie weist die Vorwürfe zurück und erklärt, dass Scharmahd 2020 vom iranischen Geheimdienst bei einem Zwischenstopp in Dubai entführt worden sei. Scharmahd gehört der oppositionellen Organisation "Kingdom Assembly of Iran" an, die für die Wiedereinführung der Monarchie im Iran eintritt. Nach Angaben der Organisation wurde Scharmahd 1955 in Teheran geboren und wuchs in einer deutsch-iranischen Familie auf, bevor er 2003 in die USA auswanderte.

Vor Gericht war der Angeklagte in blau-gestreifter Sträflingskleidung erschienen. Ein Vertreter der Opferfamilien des Anschlags auf die Moschee forderte die "härteste Bestrafung". Die Familie des Angeklagten befürchtet, dass er zur Todesstrafe verurteilt wird.

(S.A.Dudajev--DTZ)

Empfohlen

US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg

Nach dem Eintreffen ukrainischer Unterhändler zu Beratungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs hat der US-Sondergesandte Steve Witkoff von "konstruktiven Gesprächen" gesprochen. Bei dem Austausch in Miami im Bundesstaat Florida sei es unter anderem um "kurzfristige Maßnahmen zur Vorbereitung auf den Winter" in der Ukraine wie die Stärkung der Energieinfrastruktur und Getreideexporte gegangen, erklärte Witkoff am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

US-Präsident Donald Trump hat die konservative Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin ernannt. Er lobte sie am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als treue Anhängerin seiner Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). Zacharia wird damit die Nachfolge von Karoline Leavitt antreten, die im August zurückgetreten war. Leavitt hatte dies damit begründet, dass sie sich nach der Geburt ihres zweiten Kindes mehr auf die Familie konzentrieren wolle.

Trump: Mit Putin russische Diesel-Lieferung für USA und Weltmarkt vereinbart

Russland will nach Angaben von US-Präsident Donald Trump große Mengen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Trump erklärte am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social, dies habe er mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vereinbart, um die Preise zu senken. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, schrieb Trump.

Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv

Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine plante nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen im israelischen Tel Aviv. Der Mann aus dem Oman habe sich dabei die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Vorbild genommen, erklärte Generalstaatsanwalt Hamad Saif al-Schamsi am Freitag. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.

Textgröße ändern: