Deutsche Tageszeitung - Zehntausende Menschen bei weltweiten Protesten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine

Zehntausende Menschen bei weltweiten Protesten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine


Zehntausende Menschen bei weltweiten Protesten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine
Zehntausende Menschen bei weltweiten Protesten gegen Moskaus Krieg in der Ukraine / Foto: ©

Weltweit sind am Wochenende zehntausende Menschen gegen Russlands Krieg in der Ukraine auf die Straßen gegangen. Bei Protesten in Russland wurden allein am Sonntag mehr als 4600 Menschen festgenommen. Auch außerhalb Europas wurde gegen Russlands Präsident Wladimir Putin demonstriert, etwa in Washington und New York sowie in Almaty, der größten Stadt Kasachstans, das als Verbündeter Putins gilt.

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In Russland gab es nach Angaben der Organisation OWD-Info am Sonntag in rund 65 Städten Kundgebungen gegen den Militäreinsatz im Nachbarland und dabei mehr als 4600 Festnahmen. Den Angaben zufolge wurden seit Beginn der Invasion am 24. Februar mehr als 13.000 Demonstranten festgenommen.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel demonstrierten am Sonntag laut Polizeiangaben rund 5000 Menschen. Auch in Spanien gab es in mehreren Städten Demonstrationen, ebenso wie in Frankreich.

Bereits am Samstag demonstrierten in Hamburg laut Polizei rund 30.000 Menschen für Solidarität mit der Ukraine und für den Frieden in Europa. An einer gemeinsamen Kundgebung der Nachbarstädte Mannheim und Ludwigshafen nahmen mehr als 10.000 Menschen teil und in vielen weiteren deutschen Städte gab es ebenfalls Demonstrationen. Auch am Sonntag gab es bundesweit zahlreiche Aktionen, unter anderem in Berlin.

In Paris zeigten sich die Menschen zu weiteren Protesten entschlossen: "Wir werden jedes Wochenende hier sein, in Paris oder anderswo, bis Putin geht, seine Panzer abzieht", sagte Aline Le Bail-Kremer, ein Mitglied der Organisation Stand With Ukraine, am Samstag. Nach Angaben des französischen Innenministeriums demonstrierten am Samstag landesweit rund 42.000 Menschen.

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb versammelten sich am Samstag mehr als tausend Menschen zur Unterstützung der Ukraine und hielten Schilder mit der Aufschrift "Stoppt den Krieg, rettet Europa" und "Ruhm der Ukraine" hoch. Viele Demonstranten wickelten sich in blau-gelbe Flaggen.

In Kasachstan gaben die Behörden, die politische Demonstrationen regelmäßig verbieten, überraschend grünes Licht für eine Großdemo in der Metropole Almaty. Am Samstag versammelten sich dann über 2000 Menschen, sangen die ukrainische Nationalhymne und skandierten Friedensslogans und teils auch Putin-Beleidigungen.

Die politische Führung Kasachstans gilt als Putin-treu. Zuletzt betonte das kasachische Außenministerium aber seine Neutralität im Ukraine-Konflikt und lud den britischen Botschafter zu Gesprächen ein, nachdem in Großbritannien Forderungen nach Sanktionen gegen Verbündete Länder Russlands laut geworden waren. Genannt wurden explizit Kasachstan und Aserbaidschan.

In Rom stand am Samstag auf vielen Schildern und Plakaten von Teilnehmern an einem Friedenszug: "Nein zu Putin, Nein zur Nato." Der bekannte italienische Karikaturist, Schauspieler und Schriftsteller Vauro Senesi sprach von einer "echten Friedensdemonstrationen": "Hier glaubt niemand, dass man Frieden mit Waffen schließt, dass man ihn erreicht, indem man Waffen an eine der Parteien, die Ukraine, schickt."

Unter dem Motto "Frieden jetzt" versammelten sich in Zürich am Samstag nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA mehr als 40.000 Teilnehmer in der Innenstadt. Die Demonstranten forderten einen sofortigen Waffenstillstand, diplomatische Verhandlungen und den Abzug der russischen Truppen, wie der TV-Sender SRF berichtete.

In London versammelten sich am Samstag hunderte Demonstranten am bekannten Trafalgar Square. Sie hielten ukrainische Flaggen und Schilder mit der Aufschrift "Putin tötet" oder "Totales Embargo für Russland". Am New Yorker Times Square demonstrierten rund tausend Menschen mit Sonnenblumen und Schildern, auf denen sie dazu aufriefen, "den russischen Terrorismus zu stoppen". Am Sonntag gab es auch in der Hauptstadt Washington Proteste.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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