Deutsche Tageszeitung - Frauen und Mädchen demonstrieren in Kabul für Wiederöffnung weiterführender Schulen

Frauen und Mädchen demonstrieren in Kabul für Wiederöffnung weiterführender Schulen


Frauen und Mädchen demonstrieren in Kabul für Wiederöffnung weiterführender Schulen
Frauen und Mädchen demonstrieren in Kabul für Wiederöffnung weiterführender Schulen

In Afghanistan haben rund zwei Dutzend Demonstrantinnen eine Wiederöffnung der weiterführenden Mädchenschulen gefordert. "Öffnet die Schulen!" und "Gerechtigkeit!" riefen die am Samstag auf einem Platz in der Hauptstadt Kabul versammelten Frauen und Mädchen. Der Protest löste sich auf, als sich Taliban-Kämpfer der Kundgebung näherten.

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"Bildung ist unser Grundrecht, kein politisches Vorhaben" stand auf dem Protestplakat einer Demonstrantin. "Sogar der Prophet (Mohammed) hat gesagt, dass jeder das Recht auf Bildung hat, doch die Taliban haben uns dieses Recht entrissen", sagte eine junge Demonstrantin namens Nawesa.

Die Taliban hatten am Mittwoch kurz nach der offiziellen Wiederöffnung der weiterführenden Schulen für Mädchen in Afghanistan diesen Beschluss wieder rückgängig gemacht. Tausende Schülerinnen wurden an ihrem ersten Unterrichtstag seit August nach wenigen Stunden wieder nach Hause geschickt.

Die Entscheidung sorgte für scharfe Kritik westlicher Staaten und der EU. Die USA sagten nach der Schließung der weiterführenden Schulen für Mädchen die für dieses Wochenende geplanten Gespräche mit den Taliban am Rande des Forums von Doha ab.

Das Recht von Frauen auf Bildung ist eine der Hauptbedingungen der internationalen Gemeinschaft für Hilfen an die nicht anerkannte Taliban-Regierung. Als die Islamisten im August vergangenen Jahres die Macht übernahmen, hatten sie offiziell wegen der Corona-Pandemie alle Schulen geschlossen. Zwei Monate später durften nur Jungen und einige jüngere Mädchen den Unterricht wieder aufnehmen.

(V.Sørensen--DTZ)

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