Deutsche Tageszeitung - Verdächtiger Brief mit "Z"-Symbol an Bremer Hilfsorganisation geschickt

Verdächtiger Brief mit "Z"-Symbol an Bremer Hilfsorganisation geschickt


Verdächtiger Brief mit "Z"-Symbol an Bremer Hilfsorganisation geschickt
Verdächtiger Brief mit "Z"-Symbol an Bremer Hilfsorganisation geschickt

Bei einer Bremer Hilfsorganisation ist ein Brief mit einem verdächtigen Pulver und einem prorussischen Schreiben mit dem "Z"-Symbol eingegangen. Wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte, unterstützt die betroffene Organisation Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Das Pulver erwies sich als harmlos. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf.

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Der Brief war demnach am Dienstag in dem Büro der Hilfsorganisation eingegangen, eine Mitarbeiterin rief die Polizei. Spezialisten von Feuerwehr und Polizei untersuchten die Substanz, die sich aber als undenklich erwies. Der Brief ergriff demnach Partei für Russland und enthielt der Polizei zufolge das "Z"-Symbol, das in Russland als Zeichen der Zustimmung für den Krieg gegen die Ukraine dient.

In Deutschland gab es schon mehrere Vorfälle mit "Z"-Symbolen. So wurden in der Nacht zum Montag im niedersächsischen Hildesheim zwei Autos von ukrainischen Kriegsflüchtlingen von unbekannten Tätern damit beschmiert. Deutsche Sicherheitsbehörden wollen gegen das Symbol vorgehen. Nach ihren Angaben kann die Verwendung strafbar sein, wenn ein Bezug zum russischen Angriffskrieg vorliegt. Nach deutschem Recht ist die "Billigung" von Angriffskriegen verboten.

Die Bremer Polizei kündigte zugleich an, einen Zusammenhang mit einer bereits seit längerem andauernden Serie von Bedrohungen mit Pulverbriefen sowie gefährlichen Vorfällen auf Bremer Spielplätzen zu prüfen. Seit 2019 gingen schon mehr als 30 entsprechende Schreiben mit Hassbotschaften bei Parteien, Behörden und Institutionen wie der Bürgerschaft ein. Das Pulver erwies sich stets als harmlos.

Die Polizei geht außerdem davon aus, dass der Täter oder die Täterin im Jahr 2020 mehrfach gefährliche Gegenstände wie Messer auf Bremer Spielplätzen platzierte. Sie waren etwa mit Klebeband so angebracht, dass sich spielende Kinder hätten verletzten können. Die Polizei richtete eine Sonderkommission ein, um beide Serien aufzuklären.

(O.Zhukova--DTZ)

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