Deutsche Tageszeitung - Giffey: Grundsicherung für Geflüchtete aus Ukraine entscheidend für Integration

Giffey: Grundsicherung für Geflüchtete aus Ukraine entscheidend für Integration


Giffey: Grundsicherung für Geflüchtete aus Ukraine entscheidend für Integration
Giffey: Grundsicherung für Geflüchtete aus Ukraine entscheidend für Integration

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hält die geplante Regelung, dass geflüchtete Menschen aus der Ukraine Grundsicherung und Unterstützung durch die Jobcenter bekommen sollen, für eine entscheidende Weichenstellung für die Integration. "Viele wollen so schnell wie möglich arbeiten", sagte Giffey am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Es sei entscheidend, ihnen dabei keine Hürden in den Weg zu stellen.

Textgröße ändern:

Viele Firmen in Deutschland suchten dringend nach Fachkräften, erklärte Giffey, und viele Ukrainerinnen und Ukrainer wollten das nutzen. Es gehe darum, ihnen so schnell wie möglich eine Perspektive zu geben.

Zudem sei es wichtig, ankommende Kinder möglichst schnell in Kitas und Schulen zu integrieren. 40 bis 50 Prozent der Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland flüchteten, seien Kinder, sagte Giffey.

Sie wehrte sich gegen Kritik, dass die Einigung Flüchtlinge aus der Ukraine besser stelle als andere Geflüchtete. Es handle sich vielmehr um Gleichbehandlung: Sie würden behandelt wie Asylbewerber, deren Status anerkannt sei. Der Status der ukrainischen Flüchtlinge sei durch den europäischen Beschluss ebenfalls geklärt.

Am Donnerstagabend hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtete Menschen ab dem 1. Juni automatisch Anspruch auf Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch II haben sollen.

Sie bekommen damit Zugang etwa zur Betreuung durch die Jobcenter und zu Sprachkursen. Darüber hinaus unterstützt der Bund die Länder mit einer Milliarden-Pauschale bei der Unterbringung und Integration.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

"Schande": Wüst fordert von SPD und Grünen Ende der Gespräche mit Linken in Berlin

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat SPD und Grüne in Berlin aufgefordert, ihre Verhandlungen mit der Linkspartei über eine gemeinsame Regierung umgehend zu beenden. Die Gespräche darüber seien "eine Schande für die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland", sagte Wüst am Freitagabend beim "Deutschlandtag" der CDU/CSU-Jugendorganisation Junge Union. "Das Gift des Antisemitismus ist tief eingesickert in die Berliner Linke."

Putin nennt Entwicklung in Ukraine "positiv" - und fordert gesamte Region Donezk

Russlands Präsident Wladimir Putin hat die militärische Entwicklung an der Front in der Ukraine als "positiv" bezeichnet und das Ziel einer vollständigen Eroberung der ostukrainischen Region Donezk bekräftigt. "Insgesamt stelle ich fest, dass die Entwicklung der Einsätze unserer Truppenverbände positiv ist", sagte Putin am Freitag bei einem Besuch in einem militärischen Kommandozentrum laut vom Kreml verbreiteten Aufnahmen.

Nach nur einer Woche: Trump legt Pressesprecherin Zacharia Rücktritt nahe

US-Präsident Donald Trump hat seiner neuen Pressesprecherin Katie Zacharia nach nur einer Woche den Rücktritt nahegelegt. Trump sagte am Freitag vor Journalisten in Washington, er habe Zacharia geraten, ihren Verbleib auf dem Posten zu "überdenken", weil es womöglich nicht die richtige Aufgabe für sie sei. Die Juristin war wegen Falschangaben zu ihrem Lebenslauf unter Druck geraten.

Aussagen zu Israel: Streit in Berliner Linken wegen Abgeordneter Emde eskaliert

Während der rot-grün-roten Sondierungen in Berlin ist innerhalb der Linkspartei ein Streit um die Abgeordnete Vanessa Emde wegen ihrer Aussagen zu Israel eskaliert. Nach der Veröffentlichung eines Videos, in dem Emde zum wiederholten Mal das Existenzrecht Israels in Frage stellte, gingen Partei- und Fraktionsspitze am Freitag deutlich auf Abstand zu der Abgeordneten. Nach gemeinsamer Einschätzung sei eine gemeinsame Arbeitsgrundlage mit Emde "nicht gegeben", erklärte der Fraktionsvorsitzende der Linken im Abgeordnetenhaus, Tobias Schulze.

Textgröße ändern: