Deutsche Tageszeitung - IG Bau warnt vor Ausbeutung ukrainischer Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt

IG Bau warnt vor Ausbeutung ukrainischer Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt


IG Bau warnt vor Ausbeutung ukrainischer Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt
IG Bau warnt vor Ausbeutung ukrainischer Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt / Foto: © AFP/Archiv

Die Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) hat vor einer Ausbeutung ukrainischer Geflüchteter auf dem Arbeitsmarkt gewarnt. "Manche Chefs wollen die oft gut qualifizierten Geflüchteten lieber heute als morgen einstellen - aber oft zu schlechten Bedingungen", erklärte IG-Bau-Chef Robert Feiger am Dienstag. Er forderte die Geflüchteten auf, sich über Arbeitsbedingungen, Bezahlung und die eigenen Rechte zu informieren.

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Zudem forderte Feiger mehr Betreuungsangebote für Kinder aus der Ukraine. "Ohne ausreichend Kita- und Schulplätze kommen für viele Eltern höchstens Minijobs mit wenigen Wochenstunden infrage", erklärte er. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse sei eine Voraussetzung für "echte Integration am Arbeitsmarkt". Zudem müsse der Zugang zu Sprachkursen weiter vereinfacht werden.

"Beschäftigte zweiter Klasse darf es nicht geben", betonte Feiger. Wer etwa als Saisonkraft in der Landwirtschaft arbeite, der habe bis zu 70 Tage lang keinen Sozial- und Krankenversicherungsschutz. Nach dem Ende des tariflichen Mindestlohns im Baugewerbe drohe den Beschäftigten in der Branche zudem die Bezahlung nach allgemeinem Mindestlohn. "Für 9,82 Euro pro Stunde sollte sich aber keiner die fordernde Arbeit auf dem Bau gefallen lassen", erklärte Feiger.

(M.Dorokhin--DTZ)

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