Deutsche Tageszeitung - Forderungen nach Urwahl der neuen Linken-Spitze

Forderungen nach Urwahl der neuen Linken-Spitze


Forderungen nach Urwahl der neuen Linken-Spitze
Forderungen nach Urwahl der neuen Linken-Spitze / Foto: © SID/Archiv

Nach dem Rücktritt der Linken-Ko-Vorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow gibt es Forderungen nach einer Urwahl der künftigen Parteispitze. Die Linke befinde sich in einer "existenziell schwierigen Situation", sagte der sächsische Landesvorsitzende Stefan Hartmann dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel". Die Urwahl sei "eine gute Möglichkeit, die Partei zusammenzuführen". Außerdem könne es dabei vielleicht auch "positive Überraschungen" in Personalfragen geben .

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Ähnlich äußerte sich der sachsen-anhaltische Landtagsvizepräsident Wulf Gallert, der Mitglied im Parteivorstand der Linken ist. Zwar stehe "die Klärung unserer inhaltlichen Ausrichtung" im Vordergrund, sagte er dem "Spiegel". Aber für eine solche inhaltliche Klärung könne eine Urwahl durchaus hilfreich sein.

Hennig-Wellsow war am Mittwoch überraschend zurückgetreten. Als Gründe nannte sie die bislang gescheiterte Erneuerung der Partei, private Angelegenheiten, aber auch die Berichte über sexuelle Übergriffe bei der hessischen Linken. Der verbliebenen Ko-Bundesvorsitzenden Janine Wissler wird vorgeworfen, nicht rechtzeitig auf die Vorwürfe reagiert zu haben, von denen auch ihr früherer Lebensgefährte betroffen ist.

Es gibt inzwischen Überlegungen, beim nächsten Bundesparteitag Ende Juni oder auf einem späteren Sonderparteitag den Parteivorstand vorzeitig neu zu wählen. Eine Entscheidung könnte der Vorstand am Wochenende fällen.

(Y.Leyard--DTZ)

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