Deutsche Tageszeitung - Biden unterzeichnet Dekret zum verbesserten Schutz von Wäldern

Biden unterzeichnet Dekret zum verbesserten Schutz von Wäldern


Biden unterzeichnet Dekret zum verbesserten Schutz von Wäldern
Biden unterzeichnet Dekret zum verbesserten Schutz von Wäldern / Foto: © AFP

US-Präsident Joe Biden hat eine Initiative zum besseren Schutz von Urwäldern in den Vereinigten Staaten gestartet. Anlässlich des weltweit begangenen Earth Day am Freitag unterzeichnete Biden in Seattle ein Dekret, das die Bedeutung der Primärwälder in den USA für den Klimaschutz hervorhebt. Die für Bundesgebiet zuständigen Behörden wurden angewiesen, eine Bestandsaufnahme aller Urwälder in den USA zu machen und mögliche Risiken zu benennen.

Textgröße ändern:

Die Bestandsaufnahmen für die Wälder sollen dem Dekret zufolge spätestens in einem Jahr vorgelegt werden. Ziel sei es vor allem, die für den Klimaschutz wichtigen Wälder vor Bränden zu schützen, erklärte Biden. "Wir müssen schnell handeln", betonte er. "Mit diesem Exekutivdekret zum Earth Day zeigen wir, dass dieser Moment der maximalen Bedrohung und Dringlichkeit auch ein Moment der enormen Hoffnung sein kann."

Neben dem Schutz der eigenen Wälder schlug Biden auch Unterstützungsleistungen der USA für Brasilien vor, um den dortigen Amazonas-Regenwald vor Abholzung zu schützen. "Wir sollten die Brasilianer bezahlen, damit sie nicht ihren Wald reduzieren", sagte Biden. "Wissen Sie, unsere Wälder sind die Lunge unseres Planeten. Sie recyceln buchstäblich das CO2 in unserer Atmosphäre."

Wälder tragen maßgeblich zur Sauerstoffbildung bei. Bäume speichern große Mengen Kohlenstoff. Nach Angaben des Weißen Hauses entspricht die Menge des von Wäldern in den USA absorbierten CO2 rund zehn Prozent der jährlichen Treibhausgas-Emissionen des Landes.

Biden war im Wahlkampf mit dem Versprechen angetreten, deutlich mehr für den Umweltschutz und gegen die globale Erderwärmung zu tun. In einer seiner ersten Amtshandlungen führte er die USA zurück ins Pariser Klimaschutzabkommen, das sein Vorgänger Donald Trump einseitig aufgekündigt hatte.

Angesichts der schwierigen Mehrheitsverhältnisse im US-Kongress ist Biden bislang aber daran gescheitert, langfristig angelegte klima- und umweltpolitische Programme auf den Weg zu bringen. Zwar hat Biden bereits mehrere umweltpolitische Dekrete erlassen - diese können jedoch vom nächsten Präsidenten widerrufen werden.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

Vance macht Einwanderung für Ausschreitungen in Frankreich verantwortlich

US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung für die schweren Ausschreitungen am Rande von Massenprotesten in Frankreich verantwortlich gemacht. "Westliche Liberale haben im Namen von Diversität und Mitgefühl die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert", schrieb Vance am Samstag im Kurzbotschaftendienst X zu einem Video, das das in Brand gesteckte Rathaus der zentralfranzösischen Stadt Limoges zeigt.

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

Textgröße ändern: