Deutsche Tageszeitung - UN-Koordinator fordert "sofortige" Waffenruhe für ukrainische Hafenstadt Mariupol

UN-Koordinator fordert "sofortige" Waffenruhe für ukrainische Hafenstadt Mariupol


UN-Koordinator fordert "sofortige" Waffenruhe für ukrainische Hafenstadt Mariupol
UN-Koordinator fordert "sofortige" Waffenruhe für ukrainische Hafenstadt Mariupol / Foto: © AFP

Die Vereinten Nationen haben am Sonntag eine "sofortige" Waffenruhe für die belagerte ukrainische Hafenstadt Mariupol gefordert. "Wir brauchen sofort eine Pause von den Kämpfen, um Leben zu retten", erklärte der UN-Ukraine-Koordinator Amin Awad. Zehntausende Menschen, darunter Frauen, Kinder und Ältere, seien in Gefahr und müssten umgehend aus der Stadt am Asowschen Meer gebracht werden. "Je länger wir warten, desto mehr Leben sind gefährdet", erklärte Awad. "Morgen wird es zu spät sein."

Textgröße ändern:

Nach ukrainischen Angaben bombardieren russische Streitkräfte die belagerte und weitgehend zerstörte Stadt am Asowschen Meer und insbesondere das Stahlwerk Asow-Stahl weiterhin. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag angeordnet, das Werk, in dem sich Kämpfer und Zivilisten verschanzen, weiter zu belagern - so engmaschig, dass "keine Fliege mehr heraus kann".

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trumps Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump rückt immer weiter von der Ukraine ab - und muss dafür heftige Kritik auch aus den eigenen Reihen einstecken. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist." Der russische Präsident führt seit fast fünf Jahren Krieg gegen die Ukraine.

Zahlreiche Verletzte und Festnahmen: Frankreich von Welle der Gewalt erschüttert

Brennende Gebäude, geplünderte Geschäfte, Straßenschlachten mit der Polizei: Frankreich ist am Wochenende von einer Welle der Gewalt erschüttert worden. Bei den Ausschreitungen am Rande von landesweiten Massenprotesten gegen die hohen Lebenshaltungskosten wurden in der Nacht zum Sonntag nach Angaben des Innenministeriums mehr als 1800 Menschen festgenommen und mehr als 500 Polizisten und Feuerwehrleute verletzt. Premier Sébastien Lecornu zeigte sich entsetzt.

"Wir müssen liefern": Söder fordert Umsetzung der Reformen

CSU-Chef Markus Söder hat die Bundesregierung zur Umsetzung angekündigter Reformen aufgefordert. "Wir müssen liefern", sagte Söder beim Deutschlandtag der Jungen Union am Sonntag in Bonn auch mit Blick auf das Erstarken der AfD in den Umfragen. "Ein Stillstand der Reformen aus Angst vor Diskussionen wäre wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod", betonte der bayerische Regierungschef. "Wir sind jetzt gezwungen, das Angekündigte auch umzusetzen."

Fünf Tage nach Lungen-OP: Papst spricht Angelus-Gebet vor tausenden Gläubigen

Fünf Tage nach seiner Lungenkrebsoperation hat sich Papst Leo XIV. am Sonntag erstmals wieder an die Gläubigen auf dem Petersplatz gewandt und das Angelus-Gebet gesprochen. Von seinem Arbeitszimmer im Apostolischen Palast aus sprach er zu tausenden Menschen, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten. Als er sich am Fenster zeigte, riefen die Gläubigen "Es lebe der Papst!".

Textgröße ändern: