Deutsche Tageszeitung - Aufwärtstrend für Grüne in Umfrage - Zustimmung zu Scholz sinkt

Aufwärtstrend für Grüne in Umfrage - Zustimmung zu Scholz sinkt


Aufwärtstrend für Grüne in Umfrage - Zustimmung zu Scholz sinkt
Aufwärtstrend für Grüne in Umfrage - Zustimmung zu Scholz sinkt / Foto: © AFP/Archiv

Fünf Monate nach dem Eintritt in die Ampel-Regierung erleben die Grünen einen Höhenflug in den Umfragen. Im ZDF-"Politbarometer" vom Freitag legte die Partei in der Sonntagsfrage um zwei Prozentpunkte zu und kam auf 21 Prozent. Zudem stellen die Grünen drei der vier beliebtesten Politiker: Auf Platz eins der Beliebtheitsliste steht Bundesaußenministerin Annalena Baerbock, gefolgt von Wirtschaftsminister Robert Habeck, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir.

Textgröße ändern:

Insgesamt gab es in der politischen Stimmung wenig Bewegung. Die SPD bleibt in der Umfrage mit 25 Prozent die stärkste Partei; im Vergleich zum letzten "Politbarometer" büßte sie zwei Punkte ein. Es folgen CDU/CSU mit 23 Prozent (minus eins), Grüne mit 21 Prozent (plus zwei), FDP mit neun Prozent (plus eins), AfD mit elf Prozent (unverändert) und Linke mit vier Prozent (unverändert).

In der Ukraine-Krise bescheinigten 70 Prozent der Befragten Außenministerin Baerbock eine gute Arbeit - als schlecht wurde diese nur von 24 Prozent bewertet. 66 Prozent sind hier mit der Arbeit von Wirtschaftsminister Habeck zufrieden (unzufrieden: 19 Prozent). Damit überzeugen die beiden deutlich mehr als Bundeskanzler Scholz, dem nach 72 Prozent im März jetzt nur noch 49 Prozent in der Ukraine-Krise gute Arbeit bescheinigen. 43 Prozent stellen ihm ein schlechtes Zeugnis aus.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für die repräsentative Erhebung in der Zeit vom 26. bis 28. April 1170 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte per Telefon. Die mögliche Fehlerquote liegt zwischen zwei und drei Prozent.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Nach Brand auf Armeestützpunkt in Kanada: 19 Verletzte laut Behröden in "kritischem Zustand"

Nach dem Brand auf einem Armeestützpunkt im Westen Kanadas mit vier Toten haben die Behörden genauere Angaben zu den Verletzten vorgelegt. 39 Menschen seien verletzt worden, sagte die Regierungschefin des Bundesstaats Alberta, Danielle Smith, am Sonntag. 19 von ihnen seien in einem "kritischen Zustand". Acht der Verletzten befanden sich nach Behördenangaben in einem "stabilen" Zustand; zwölf von ihnen wurden wegen leichterer Verletzungen medizinisch behandelt.

Bundesverteidigungsminister Pistorius kritisiert Linke, Grüne und SPD in Berlin

Nach der Einigung in den Sondierungsgesprächen über eine neue Berliner Landesregierung hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) das Vorhaben von Linken, Grünen und Sozialdemokraten in der Hauptstadt kritisiert, die Kooperation zwischen Bildungsverwaltung und Bundeswehr zu beenden. Es sei "völlig unverständlich", eine erst im Juni geschlossene Kooperationsvereinbarung zu beenden, sagte Pistorius dem "Tagesspiegel" aus Berlin (Montagsausgabe).

Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik

US-Präsident Donald Trump hat das Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik auch aus den Reihen seiner Republikaner verteidigt. Er sei dabei, einen Frieden im Ukraine-Krieg zu verhandeln und wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Große Fortschritte" würden in Gesprächen erzielt, erklärte Trump.

"Wut und Scham": Gewaltexzesse bei Protesttag senden Schockwelle durch Frankreich

Die Gewaltexzesse am Rande eines landesweiten Protesttages haben eine Schockwelle durch Frankreich gesandt. "Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham", sagte Präsident Emmanuel Macron am Sonntag in einer Fernsehansprache. Er verurteilte die "ungezügelte" Gewalt und rief zugleich dazu auf, zwischen Demonstranten mit "legitimen Forderungen" und Randalierern zu unterscheiden. Bei den Ausschreitungen am Samstag wurden rund 2400 Menschen festgenommen, fast tausend Sicherheitskräfte wurden verletzt.

Textgröße ändern: