Deutsche Tageszeitung - Bürgermeister von Mariupol berichtet von heftigen Kämpfen am Asow-Stahlwerk

Bürgermeister von Mariupol berichtet von heftigen Kämpfen am Asow-Stahlwerk


Bürgermeister von Mariupol berichtet von heftigen Kämpfen am Asow-Stahlwerk
Bürgermeister von Mariupol berichtet von heftigen Kämpfen am Asow-Stahlwerk / Foto: © AFP

Um das von russischen Truppen eingekesselte Asow-Stahlwerk haben am Mittwoch nach ukrainischen Angaben heftige Kämpfe getobt. Der Kontakt zu den dort verschanzten ukrainischen Kämpfern sei "verloren gegangen", sagte der Bürgermeister der südukrainischen Hafenstadt, Wadym Boitschenko, im Fernsehen.

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Russland hatte kurz zuvor einen Großangriff auf das Stahlwerk dementiert. "Es gibt keine Erstürmung", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Der Oberbefehlshaber hat öffentlich den Befehl gegeben, alle Angriffe einzustellen", sagte Peskow mit Blick auf eine Anordnung von Präsident Wladimir Putin vom 21. April. Putin hatte vor knapp drei Wochen angeordnet, das Werk weiter zu belagern - so engmaschig, dass "keine Fliege mehr heraus kann".

Das ukrainische Militär hatte am Dienstag erklärt, die russischen Streitkräfte hätten eine groß angelegte Offensive mit Panzern auf das Stahlwerk gestartet, nachdem rund hundert Zivilisten aus den Tunneln unter dem Stahlwerk evakuiert worden waren.

Nach ukrainischen Angaben sitzen noch zahlreiche Zivilisten in den Tunneln auf dem Werksgelände fest. Der Industriekomplex ist der letzte Rückzugsort ukrainischer Soldaten in Mariupol. Russland kontrolliert einen großen Teil der strategisch wichtigen Hafenstadt. Nach wochenlanger Belagerung ist Mariupol weitgehend zerstört.

(Y.Leyard--DTZ)

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