Deutsche Tageszeitung - Linken-Chefin Wissler fordert Übergewinnsteuer für Kriegsgewinner

Linken-Chefin Wissler fordert Übergewinnsteuer für Kriegsgewinner


Linken-Chefin Wissler fordert Übergewinnsteuer für Kriegsgewinner
Linken-Chefin Wissler fordert Übergewinnsteuer für Kriegsgewinner / Foto: © SID/Archiv

Linken-Chefin Janine Wissler fordert eine sogenannte Übergewinnsteuer für Unternehmen, die in Kriegszeiten besonders hohe Gewinne machen. Eine solche zusätzliche Steuer sei "mehr als nötig", sagte Wissler am Dienstag AFP. Es sei auch sinnvoll, die Kriegsgewinne abzuschöpfen, "um die Menschen zu entlasten, die von der Krise besonders betroffen sind und unter steigenden Preisen ächzen".

Textgröße ändern:

Wissler verwies auf das Beispiel Rheinmetall, das am Dienstag die Hauptversammlung abhielt. "Bei der heutigen Jahreshauptversammlung vom Rüstungskonzern Rheinmetall knallen die Sektkorken. Der größte deutsche Waffenexporteur darf sich über steigende Aktienkurse freuen, die nicht zuletzt auch durch das 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für die Bundeswehr exorbitant steigen", sagte die Linken-Chefin.

Das Unternehmen sei der große Krisengewinner in der Aufrüstungsspirale. Direkt nach Kriegsbeginn Russlands gegen die Ukraine habe der Konzern der Bundesregierung ein 42 Milliarden Euro schweres Angebot gemacht. "Hohe Gewinne für Geschäfte mit Krieg und Tod lehnen wir ab", sagte Wissler AFP. Auch Aktionärinnen und Aktionäre - wie die von Rheinmetall - sollten "als großer Krisengewinner mit einer Übergewinnsteuer abgeschöpft werden", verlangte die Linken-Chefin.

Eine Übergewinnsteuer ist laut wissenschaftlichem Dienst des Bundestags definiert als "Steuer auf den Mehrbetrag gegenüber dem Gewinn einer vorangegangenen Basisperiode". Beispiele sind demnach die Excess Profits Tax während des Ersten und Zweiten Weltkriegs in Großbritannien und den USA.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Selenskyj: Kiew muss bei möglichem Ukraine-Gipfel von Putin, Trump und Xi dabei sein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Ukraine-Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der seines Landes seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo.

Selenskyj: Ukraine muss an möglichem Treffen von Putin, Trump und Xi teilnehmen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines Landes an einem möglichen Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping gefordert. Gespräche über die Zukunft der Ukraine seien "nur akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen", sagte Selenskyj am Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo. Das sei "absolut klar".

Kurz vor Stichwahl in Brasilien: Lula fordert Annullierung von Bolsonaros Kandidatur

Wenige Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien will Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vor Gericht einen Ausschluss seines Herausforderers Flávio Bolsonaro erreichen. Lulas Wahlkampfteam werde vor dem Obersten Wahlgericht beantragen, dass Bolsonaros Kandidatur wegen mutmaßlicher Einflussnahme des US-Technologiekonzerns Meta zu seinen Gunsten annulliert wird, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag aus dem Umfeld des Präsidenten.

Nach massiven Ausschreitungen: Neue nächtliche Ausgangssperren in französischen Städten

Nach den landesweiten Gewaltausbrüchen am Wochenende in Frankreich sind die nächtlichen Ausgangssperren in Paris und mehreren anderen Städten verlängert worden. In Paris gelten die Einschränkungen von Dienstag 23.00 Uhr bis Mittwoch 06.00 Uhr rund um die Place de la République und für das Einkaufsviertel Les Halles, wie die Polizeipräfektur in der Hauptstadt mitteilte.

Textgröße ändern: