Deutsche Tageszeitung - Schwere Kämpfe in Ostukraine dauern an

Schwere Kämpfe in Ostukraine dauern an


Schwere Kämpfe in Ostukraine dauern an
Schwere Kämpfe in Ostukraine dauern an / Foto: © AFP

In der Ostukraine haben die russische Truppen ihre intensiven Kämpfe gegen die ukrainischen Streitkräfte fortgesetzt - ohne jedoch nennenswerte Fortschritte zu erzielen. Die ukrainischen Soldaten hätten russische Versuche zurückgeschlagen, einen Fluss zu überqueren und die Stadt Sewerodonezk einzukesseln, teilte der Gouverneur der östlichen Region Lugansk, Serhij Gajdaj, am Samstag mit. Unterdessen meldete der ukrainische Generalstab den fortschreitenden Abzug der russischen Truppen aus der nördlichen Großstadt Charkiw.

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"An der Grenze zur Region Donezk, auf der Seite der Stadt Popasna, wird derzeit heftig gekämpft", erklärte Gajdaj. Nach Angaben des Gouverneurs erlitten die russischen Truppen schwere Verlusten an Soldaten und Ausrüstung. Aus abgehörten Telefongesprächen habe die ukrainische Seite erfahren, "dass ein ganzes russisches Bataillon sich geweigert hat, anzugreifen, weil sie gesehen haben, was passiert". Luftaufnahmen zeigten Dutzende von zerstörten Panzerfahrzeugen am Flussufer sowie zerstörte Pontonbrücken.

Die russischen Truppen hätten schwere Verluste erlitten, nachdem die ukrainischen Streitkräfte ihren Versuch der Überquerung des Flusses zurückgeschlagen hätten, teilte das britische Verteidigungsministerium mit. "Flussüberquerungen in einem umkämpften Gebiet sind ein höchst riskantes Manöver und sprechen für den Druck, unter dem die russischen Befehlshaber stehen, ihre Operationen in der Ostukraine voranzubringen", hieß es.

Das Ministerium fügte hinzu, dass die russischen Streitkräfte "trotz der Konzentration ihrer Kräfte in diesem Gebiet keine nennenswerten Fortschritte gemacht haben".

Generell hätten sich die meisten Kampfaktivitäten in den Donbass verlagert, sagte ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter. Auch er hob hervor, dass die russischen Streitkräfte dort kaum Fortschritte machten.

Derweil gelang es der Ukraine nach eigenen Angaben, die russischen Truppen aus der nördlichen Stadt Charkiw zu vertreiben - die für Moskau ein vorrangiges Ziel gewesen war. In der Region Charkiw "konzentrieren sich die Bemühungen des Feindes vor allem darauf, den Rückzug seiner Einheiten aus der Stadt Charkiw sicherzustellen", sagte ein Sprecher des ukrainischen Generalstabs.

"Die schrittweise Befreiung der Region Charkiw beweist, dass wir dem Feind niemanden überlassen werden", hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache am Freitag gesagt.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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