Deutsche Tageszeitung - Lieferung deutscher Panzer an Tschechien könnte noch dauern

Lieferung deutscher Panzer an Tschechien könnte noch dauern


Lieferung deutscher Panzer an Tschechien könnte noch dauern
Lieferung deutscher Panzer an Tschechien könnte noch dauern / Foto: © UKRAINIAN MINISTRY OF DEFENCE/AFP/Archiv

Der geplante Panzer-Ringtausch mit Tschechien und der Ukraine könnte nach Einschätzung der Bundesregierung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Auslieferung der deutschen Leopard-Panzer an Tschechien "soll noch dieses Jahr beginnen", heißt es in einem Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums an die Obleute der Fraktionen im Bundestags-Verteidigungsausschuss, das der Nachrichtenagentur AFP am Freitag vorlag.

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Das Schreiben enthält weitere Präzisierungen des geplanten Geschäfts. Deutschland werde 14 Leopard-2-A4-Kampfpanzer sowie einen Bergepanzer auf Leopard-2-Basis an Tschechien liefern - als Ausgleich dafür, dass die Tschechen insgesamt 20 Kampfpanzer des sowjetischen Typs T-72 an die Ukraine liefert.

"Gerät und Munition kommen aus Beständen der Industrie und werden durch die Bundesrepublik Deutschland finanziert", heißt es in dem Schreiben des Ministeriums an den Ausschuss. Die Lieferung solle auch einen 30-Tage-Vorrat an 120-Millimeter-Munition umfassen. Die "Folgeversorgung" liege dann "in der Verantwortung Tschechiens".

Im Ausschuss wurde die Vermutung laut, dass die alten deutschen Panzer vor der Auslieferung erst noch auf Vordermann gebracht werden müssten - und dass dies die Auslieferung verzögere.

Dem tschechischen Verteidigungsministerium zufolge hat Prag der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs Militärhilfen im Wert von 3,4 Milliarden Kronen (138 Millionen Euro) zugesagt. Die Regierung in Prag machte bislang keine Angaben dazu, welche Waffen genau sie der Ukraine bereitstellt.

"Um keine Lücken in der Verteidigungsfähigkeit der Tschechischen Republik entstehen zu lassen, sichert Deutschland zu, diese Abgabe adäquat zu kompensieren", schrieb das Bundesverteidigungsministerium an den Ausschuss. Die Rüstungsgüter aus sowjetischer Produktion seien "besonders geeignet" für die Unterstützung der Ukraine, weil deren Soldaten mit dem Umgang vertraut seien.

(W.Uljanov--DTZ)

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