Deutsche Tageszeitung - Generalstab: Ukrainische Armee aus Stadtzentrum von Sjewjerodonezk zurückgedrängt

Generalstab: Ukrainische Armee aus Stadtzentrum von Sjewjerodonezk zurückgedrängt


Generalstab: Ukrainische Armee aus Stadtzentrum von Sjewjerodonezk zurückgedrängt
Generalstab: Ukrainische Armee aus Stadtzentrum von Sjewjerodonezk zurückgedrängt / Foto: © AFP

Die ukrainische Armee ist nach eigenen Angaben aus dem Stadtzentrum der heftig umkämpften Stadt Sjewjerodonezk in der Donbass-Region zurückgedrängt worden. Der russischen Armee sei es "teilweise" gelungen, die ukrainischen Soldaten im Zentrum der Stadt zurückzudrängen, teilte der ukrainische Generalstab am Montag im Onlinedienst Facebook mit.

Textgröße ändern:

"Der Feind hat mit Artillerie-Unterstützung Angriffe in der Stadt Sjewjerodonezk ausgeführt, hatte damit teilweise Erfolg und unsere Einheiten aus dem Stadtzentrum zurückgedrängt", hieß es in der Mitteilung des Generalstabs.

Der ukrainische Armeechef Walerij Saluschny hatte zuvor erklärt, die russische Armee sei angesichts der schweren Artillerie, über die sie in Sjewjerodonezk verfüge, um ein Vielfaches im Vorteil gegenüber den ukrainischen Truppen. "Jeder Meter von ukrainischem Land dort ist in Blut getränkt - aber nicht nur unseres, auch das des Besatzers", erklärte Saluschny.

Sjewjerodonezk und das nahegelegene Lyssytschansk sind seit Wochen Schauplatz heftiger Kämpfe. Die beiden Städte sind die letzten in der ostukrainischen Region Luhansk, die Russland noch nicht eingenommen hat.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

USA und Russland kündigen Waffenruhe für Oleschky in der Ukraine an

Für die von Russland besetzte Stadt Oleschky im Süden der Ukraine ist eine befristete Waffenruhe angekündigt worden. Russland und die Ukraine hätten sich auf eine vorübergehende Einstellung der Kämpfe geeinigt, um Hilfslieferungen und die Evakuierung von Zivilisten zu ermöglichen, erklärte das Weiße Haus am Freitag. Moskau bestätigte die geplante Feuerpause. Die ukrainische Armee sagte ihre Unterstützung für eine humanitäre Mission zu.

Treffen in Istanbul: Außenminister fordern Deeskalation im Iran-Krieg und Hormus-Öffnung

Bei einem Treffen in Istanbul haben Außenminister aus acht Ländern für eine diplomatische Lösung der Konflikte in der Golfregion geworben und die Öffnung der Straße von Hormus gefordert. Es herrsche Einigkeit, "dass Diplomatie und Dialog der einzige Weg nach vorn sind", sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan zum Abschluss der Beratungen am Freitag. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte den Iran und die Huthi-Miliz auf, ihre Angriffe auf die internationale Schifffahrt einzustellen.

Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung

Bewaffnete Männer haben bei einem Anschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens mindestens sieben Menschen getötet und 34 weitere verletzt. Die Angreifer eröffneten am Freitag während eines Trauerzugs in der Ortschaft Hammud in der Provinz Karak das Feuer, wie die Behörden mitteilten. Jordaniens Innenminister Mazen al-Faraya sprach von einem "Terroranschlag einer Gruppe von Extremisten".

Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive

Zwei bewaffnete Palästinenser haben an einem Kontrollpunkt nahe Hebron im besetzten Westjordanland zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die beiden Angreifer wurden bei dem Schusswechsel am Freitag getötet, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP vor Ort berichtete. Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion auf den Angriff an, das Westjordanland "vollständig" abzuriegeln. Außerdem drohte er eine großangelegte Militäroffensive an, wie es sie seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 nicht gegeben habe.

Textgröße ändern: