Deutsche Tageszeitung - Johnson fordert Westen zu dauerhafter Unterstützung der Ukraine auf

Johnson fordert Westen zu dauerhafter Unterstützung der Ukraine auf


Johnson fordert Westen zu dauerhafter Unterstützung der Ukraine auf
Johnson fordert Westen zu dauerhafter Unterstützung der Ukraine auf / Foto: © POOL/AFP

Der britische Premierminister Boris Johnson hat die westlichen Verbündeten der Ukraine aufgefordert, das Land langfristig zu unterstützen und vor den Folgen eines möglichen Siegs Russlands gewarnt. In einem Gastbeitrag für die Zeitung "The Sunday Times" schrieb Johnson, Kiews Unterstützer müssten sicherstellen, dass die Ukraine "die strategische Ausdauer hat, um zu überleben und schließlich zu gewinnen".

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"Zeit ist jetzt der entscheidende Faktor", schrieb Johnson in seinem am späten Samstagabend online veröffentlichten Artikel. Alles werde jetzt davon abhängen, "ob die Ukraine ihre Verteidigungsfähigkeit schneller stärkt, als Russland seine Angriffsfähigkeit erneuert". Aufgabe der Verbündeten sei es "dafür zu sorgen, dass die Zeit für die Ukraine spielt".

Johnson formulierte in seinem Beitrag einen Vier-Punkte-Plan für "dauerhafte finanzielle und technische Hilfe" für die Ukraine. Teile davon sollten "für die kommenden Jahre" beibehalten und eventuell verstärkt worden. Ausdrücklich warnte Johnson davor, russische Gebietsgewinne in der Ukraine dauerhaft hinzunehmen. Dies dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu ermöglichen, werde die Welt nicht friedlicher machen. Johnson schrieb wörtlich: "Eine solche Farce wäre der größte Sieg für einen Aggressor in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg."

Johnson hatte am Freitag überraschend die Ukraine besucht und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Nach Angaben der britischen Regierung bot er in Kiew ein "großes Ausbildungsprogramms für die ukrainischen Streitkräfte" an. Britische Kräfte könnten demnach "alle 120 Tage bis zu 10.000 (ukrainische) Soldaten ausbilden".Am Donnerstag hatten die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Rumänien sich bei einem Besuch in Kiew dafür ausgesprochen, der Ukraine den Status als EU-Beitrittskandidat zu verleihen.

(M.Dylatov--DTZ)

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