Deutsche Tageszeitung - Duell der einstigen Außenseiter bei Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien

Duell der einstigen Außenseiter bei Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien


Duell der einstigen Außenseiter bei Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien
Duell der einstigen Außenseiter bei Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien / Foto: © AFP/Archiv

Bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien treten am Sonntag zwei ursprünglich als Außenseiter gehandelte Kandidaten gegeneinander an. Mit Gustavo Petro hat erstmals ein linker Ex-Guerillakämpfer Chancen auf das höchste Staatsamt. In Umfragen liegt der ideologisch kaum einzuordnende Populist, Multimillionär und selbsternannte Anti-Korruptionskämpfer Rodolfo Hernández allerdings gleich auf.

Textgröße ändern:

Der 62-jährige Petro hatte sich in jungen Jahren der Rebellengruppe M-19 angeschlossen und saß fast zwei Jahre im Gefängnis. Er verspricht Kolumbien einen sozialen und ökologischen Reformkurs. Der 77-jährige Bauunternehmer Hernández kam ohne Unterstützung einer etablierten Partei im ersten Wahlgang überraschend auf 28 Prozent der Stimmen. Sein wichtigstes Thema ist der Kampf gegen Korruption, seine genauen Pläne blieben bislang jedoch vage.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Massendemonstration für Erhalt des staatlichen Rentensystems in Spanien

Gut einen Monat vor der vorgezogenen Parlamentswahl in Spanien haben im Zentrum von Madrid mehrere zehntausend Menschen für den Erhalt des staatlichen Rentensystems demonstriert. Der Protestzug führte am Samstag vom Atocha-Bahnhof vorbei am Prado-Museum und der ebenfalls bei Touristen beliebten Plaza de Cibeles, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. "Garantierte Renten", stand unter anderem auf den Transparenten der Demonstrierenden.

Neue Proteste in Frankreich: Mehr als 130 Festnahmen und Einsatz von Tränengas

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen haben in Frankreich die ersten neuen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten begonnen. Die Sicherheitskräfte nahmen bis zum frühen Samstagnachmittag mehr als 130 Menschen vorübergehend fest. Im südfranzösischen Lyon setzte die Polizei Tränengas ein, um etwa 150 Demonstranten auseinanderzutreiben, die trotz eines Verbots eine Straße blockieren wollten. Landesweit waren rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um befürchtete neue Gewalttaten und Plünderungen zu verhindern.

Tschechiens Parlament stimmt in erster Lesung für Abschaffung von Rundfunkgebühren

Ungeachtet von Protesten und Kritik der Opposition wegen Einschränkung der Pressefreiheit hat das tschechische Abgeordnetenhaus für die Einführung eines neuen Finanzierungssystems für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestimmt. Der Gesetzentwurf, der von der rechtsgerichteten Koalition von Regierungschef Andrej Babis unterstützt wird, wurde am frühen Samstagmorgen im Schnellverfahren in erster Lesung abgesegnet.

Nach tödlichem Angriff: Israelische Armee startet Großoffensive in Hebron

Wenige Tage vor der Parlamentswahl in Israel ist die israelische Armee am Samstag auf Anweisung von Regierungschef Benjamin Netanjahu in die Stadt Hebron im besetzten Westjordanland vorgedrungen. Es fänden "präzise, gezielte und gründliche Durchsuchungen" statt, teilte die israelische Armee mit. Die "Anti-Terror-Einsätze" würden "voraussichtlich mehrere Tage andauern". Palästinensische Behörden erklärten, rund 250 Familien seien vertrieben worden. Nach dem Tod von zwei Soldaten bei einem Angriff bewaffneter Palästinenser hatte Netanjahu eine "vollständige Abriegelung" des Palästinensergebiets angeordnet.

Textgröße ändern: