Deutsche Tageszeitung - Mehr als hundert Flüchtlinge vor Mykonos aus Ägäis gerettet

Mehr als hundert Flüchtlinge vor Mykonos aus Ägäis gerettet


Mehr als hundert Flüchtlinge vor Mykonos aus Ägäis gerettet
Mehr als hundert Flüchtlinge vor Mykonos aus Ägäis gerettet / Foto: © Hellenic Coast Guard/AFP

Vor der griechischen Insel Mykonos sind am Sonntagmorgen 108 Bootsflüchtlinge aus der Ägäis gerettet worden. Vier weitere Menschen wurden noch vermisst, wie die griechische Küstenwache mitteilte. Demnach begann am Samstagabend eine großangelegte Rettungsaktion rund drei Kilometer südlich der Insel Delos. Unter den Geretteten waren 24 Frauen und 21 Kinder. Drei Menschen mussten auf Mykonos ärztlich versorgt werden.

Textgröße ändern:

Die Hafenpolizei reagierte auf einen Notruf und schickte drei Boote und ein Schleppschiff zu dem aus der Türkei kommenden Boot, wie die Küstenwache weiter mitteilte. Das in Seenot geratene Segelschiff mit den Flüchtlingen an Bord konnte den Angaben zufolge nicht abgeschleppt werden, da es bereits mit Wasser volllief und zudem starker Wind herrschte.

Die Flüchtlinge wurden zunächst mit Booten auf eine nahegelegene Felsinsel gebracht und am frühen Sonntag dann nach Mykonos. Die Suche nach den Vermissten dauerte den Angaben zufolge noch an.

Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi hatte zuvor im Online-Dienst Twitter geschrieben, dass acht Migranten vermisst würden und 104 gerettet worden seien. Er forderte die Türkei auf, mehr für den Schutz von Menschenleben zu tun und härter gegen Schleusernetzwerke vorzugehen.

Im Mai hatten griechische Behörden nach eigenen Angaben an einem einzigen Tag rund 600 Flüchtlinge daran gehindert, von der Türkei aus über das Meer nach Griechenland zu gelangen - die höchste Zahl an einem Tag in diesem Jahr.

Nach Angaben des Migrationsmisteriums in Athen kamen in den ersten Monaten dieses Jahres fast 30 Prozent mehr Flüchtlinge an als im Vorjahreszeitraum.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Frankreichs Rechtspopulisten bestätigen Jordan Bardella an Parteispitze

Der Chef von Frankreichs rechtspopulistischem Rassemblement National (RN), Jordan Bardella, ist als Parteivorsitzender im Amt bestätigt worden. Bei einer Abstimmung der Parteimitglieder erhielt der 31-jährige Europaabgeordnete knapp 99 Prozent der Stimmen, wie am Samstag beim RN-Parteitag in Orléans verkündet wurde. Bardella, der die Rechtspopulisten seit fünf Jahren führt, hatte keine Herausforderer.

Kiew: "Stabile Verbindung" mit Satelliten-Internetdienst Starlink

Die Ukraine verfügt nach Angaben der Regierung in Kiew wieder über eine "stabile Verbindung" zu dem vom US-Unternehmen SpaceX bereit gestellten Satelliten-Internetdienst Starlink, der im Krieg gegen Russland von entscheidender Bedeutung ist und zuletzt mutmaßlich gedrosselt wurde. "Überwachungssysteme verzeichnen eine Erholung der Geschwindigkeit von Starlink", erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Jewhenij Chmara am Samstag. "Die Verbindung ist stabil", fügte er hinzu.

Massendemonstration für Erhalt des staatlichen Rentensystems in Spanien

Gut einen Monat vor der vorgezogenen Parlamentswahl in Spanien haben im Zentrum von Madrid mehrere zehntausend Menschen für den Erhalt des staatlichen Rentensystems demonstriert. Der Protestzug führte am Samstag vom Atocha-Bahnhof vorbei am Prado-Museum und der ebenfalls bei Touristen beliebten Plaza de Cibeles, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. "Garantierte Renten", stand unter anderem auf den Transparenten der Demonstrierenden.

Neue Proteste in Frankreich: Mehr als 130 Festnahmen und Einsatz von Tränengas

Eine Woche nach den gewaltsamen Ausschreitungen haben in Frankreich die ersten neuen Proteste gegen hohe Lebenshaltungskosten begonnen. Die Sicherheitskräfte nahmen bis zum frühen Samstagnachmittag mehr als 130 Menschen vorübergehend fest. Im südfranzösischen Lyon setzte die Polizei Tränengas ein, um etwa 150 Demonstranten auseinanderzutreiben, die trotz eines Verbots eine Straße blockieren wollten. Landesweit waren rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um befürchtete neue Gewalttaten und Plünderungen zu verhindern.

Textgröße ändern: