Deutsche Tageszeitung - US-Senatorinnen fordern Reaktion von Meta auf entfernte Beiträge über Abtreibung

US-Senatorinnen fordern Reaktion von Meta auf entfernte Beiträge über Abtreibung


US-Senatorinnen fordern Reaktion von Meta auf entfernte Beiträge über Abtreibung
US-Senatorinnen fordern Reaktion von Meta auf entfernte Beiträge über Abtreibung / Foto: © AFP

Zwei US-Senatorinnen haben den Onlinekonzern Meta aufgefordert, Stellung zu Berichten über das Entfernen von Informationen über Abtreibungen auf seinen Plattformen Facebook und Instagram zu beziehen. Die Berichte deuteten darauf hin, dass Beiträge mit "genauen Informationen darüber, wie man legal Zugang zu Abtreibungsleistungen erhält, entfernt wurden, oft innerhalb von Minuten" nach deren Veröffentlichung, schrieben am Montag die Senatorinnen Amy Klobuchar und Elizabeth Warren.

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Die Parlamentarierinnen der Demokratischen Partei forderten die Chefs von Meta und Instagram, Mark Zuckerberg und Adam Mosseri, in ihrem Schreiben auf, ihnen bis Freitag unter anderem Informationen zur Zahl der entfernten Beiträge zu Abtreibungen seit dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zu liefern.

Der Supreme Court hatte Ende Juni ein 50 Jahre altes Grundsatzurteil aufgehoben, das landesweit das Recht auf den Schwangerschaftsabbruch gewährte. Seither gab es in den Onlinenetzwerken nicht nur zahlreiche Aufrufe zu Protesten gegen das Urteil, sondern auch viele Angebote, Abtreibungspillen per Post zu versenden oder zu empfangen.

Meta hatte bereits Ende Juni auf die Medienberichte über das Entfernen von Beiträgen zur Abtreibung reagiert. Konzernsprecher Andy Stone schrieb im Onlinedienst Twitter, dass laut der Meta-Richtlinien Beiträge verboten seien, in denen es darum gehe, Medikamente zu liefern oder zu beschaffen. Beiträge, in denen über den Zugang zu Medikamenten diskutiert werde, seien hingegen erlaubt. "Wir haben einige Fälle von falscher Durchsetzung entdeckt und korrigieren diese", schrieb Stone.

Nach Angaben von Meta hatte zudem eine Panne dazu geführt, dass Beiträge über Abtreibung und andere Themen versehentlich mit einem Banner versehen wurden, das diese als "sensibles" Material kennzeichnete.

(W.Budayev--DTZ)

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