Deutsche Tageszeitung - Sunak und Truss in Stichwahl um Nachfolge von britischem Premier Boris Johnson

Sunak und Truss in Stichwahl um Nachfolge von britischem Premier Boris Johnson


Sunak und Truss in Stichwahl um Nachfolge von britischem Premier Boris Johnson
Sunak und Truss in Stichwahl um Nachfolge von britischem Premier Boris Johnson / Foto: © AFP

Der frühere Finanzminister Rishi Sunak und Außenministerin Liz Truss gehen in Großbritannien in die Stichwahl um die Nachfolge von Premierminister Boris Johnson. Dies gab am Mittwoch die konservative Tory-Partei bekannt. Deren Mitglieder entscheiden nun bis Anfang September über den neuen Parteivorsitzenden, der dann auch das Amt des Regierungschefs übernimmt.

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In mehreren Wahlrunden der Abgeordneten der Partei war das Kandidatenfeld in den vergangenen Tagen schrittweise verkleinert worden. Nach jeder Runde schied der jeweils am schlechtesten abschneidenden Bewerber aus. Zuletzt war neben Sunak und Truss noch die Außenhandelsstaatssekretärin Penny Mordaunt im Rennen gewesen.

Sunak erhielt nach Angaben der Tory-Partei in der Abstimmungsrunde am Mittwoch 137 Stimmen, für Truss votierten 113 Abgeordnete. Mordaunt landete mit 105 Stimmen auf Platz drei und schied damit aus. Die Wahl des Johnson-Nachfolgers obliegt nun den rund 200.000 Parteimitgliedern. Sie sollen per Briefwahl entscheiden, damit am 5. September der neue Parteivorsitzende benannt werden kann, der dann auch Regierungschef wird.

Ex-Finanzminister Sunak lag in allen Abstimmungsrunden der Abgeordneten vorn; bei der Parteibasis scheint er jedoch weniger beliebt zu sein: Eine am Dienstag veröffentlichte YouGov-Umfrage unter 725 Mitgliedern der konservativen Partei sagte voraus, dass der ehemalige Finanzminister in der Stichwahl sowohl Truss als auch Mordaunt unterliegen würde.

Premier Johnson war am 7. Juli durch eine parteiinterne Revolte gegen seine viel kritisierte Amtsführung zum Rücktritt als Parteivorsitzender gezwungen worden, was auch das Aus für sein Regierungsamt bedeutete. Er will aber noch bis zur Bestimmung seines Nachfolgers Premierminister bleiben.

(A.Nikiforov--DTZ)

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