Deutsche Tageszeitung - USA will vier zusätzliche Raketenwerfer vom Typ Himars an die Ukraine liefern

USA will vier zusätzliche Raketenwerfer vom Typ Himars an die Ukraine liefern


USA will vier zusätzliche Raketenwerfer vom Typ Himars an die Ukraine liefern
USA will vier zusätzliche Raketenwerfer vom Typ Himars an die Ukraine liefern / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Die USA will vier zusätzliche Raketenwerfersysteme vom Typ Himars an die Ukraine liefern und die Zahl damit auf 16 aufstocken. "Die Ukrainer haben die Himars gut genutzt, das ist auf dem Schlachtfeld zu sehen", sagte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Mittwoch im Pentagon. Zuvor hatte die Frau des ukrainischen Präsidenten, Olena Selenska, in einer Rede vor dem US-Kongress für weitere Waffenlieferungen geworben.

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Die USA wollten außerdem zusätzliche Munition für die Raketenwerfer liefern, sagte Austin. Diese können Ziele in 80 Kilometer Entfernung treffen. "Russland bombardiert pausenlos, eine grausame Taktik, die an den Horror des Ersten Weltkriegs erinnert. Deswegen braucht die Ukraine Waffen und Munition, um dem zu widerstehen und zurückzuschlagen", sagte er.

Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow hatte am Dienstag um weitere Lieferungen gebeten und erklärt, sein Land brauche mindestens 100 Raketenwerfer vom Typ Himars. Er verlangte auch Waffen mit einer Reichweite von bis zu 150 Kilometern, um den russischen Soldaten den Nachschub abzuschneiden. Die US-Regierung lehnt die Lieferung von Waffen mit einer höheren Reichweite ab, weil sie befürchtet, dass die Ukraine damit Ziele in Russland angreift.

"Wir sind dankbar, dass die Vereinigten Staaten in diesem Krieg an unserer Seite stehen", sagte Selenska vor den US-Abgeordneten. "Aber der Krieg ist nicht vorbei." Die Ukraine brauche mehr Waffen, "um die Häuser aller Menschen zu schützen", damit alle "lebend in diesen Häusern aufwachen können", sagte sie weiter. "Helfen Sie uns (...), und wir werden gemeinsam einen großen Sieg erringen." Von den Abgeordneten erntete sie ausnahmslos Applaus.

Selenska hatte am Dienstag bereits die US-amerikanische First Lady Jill Biden im Weißen Haus getroffen. "Ich erwarte von diesem Besuch (...) bedeutende Ergebnisse für die Ukraine in der Zusammenarbeit mit Amerika", hatte ihr Mann Wolodymyr Selenskyj dazu erklärt.

Die USA haben seit Beginn des russischen Angriffskrieges am 24. Februar Militärgüter im Wert von fast sieben Milliarden US-Dollar an die Ukraine geschickt.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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