Deutsche Tageszeitung - Nordirischer Friedensnobelpreisträger David Trimble ist tot

Nordirischer Friedensnobelpreisträger David Trimble ist tot


Nordirischer Friedensnobelpreisträger David Trimble ist tot
Nordirischer Friedensnobelpreisträger David Trimble ist tot / Foto: © AFP

Der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete nordirische Politiker David Trimble ist tot. Der frühere nordirische Regierungschef sei im Alter von 77 Jahren gestorben, teilte seine unionistische Partei Ulster Unionist Party (UUP) am Montag mit. Er sei "nach kurzer Krankheit friedlich verstorben". Trimble war 1998 gemeinsam mit dem katholischen Politiker John Hume für seine friedlichen Bemühungen um die Lösung des Nordirland-Konflikts mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden.

Textgröße ändern:

Trimble war jahrelang Vorsitzender der konservativen UUP und setzte sich für eine friedliche Wiedervereinigung Irlands ein. Gemeinsam mit Hume von der mehrheitlich katholischen Social Democratic and Labour Party (SDLP) war er an der Aushandlung des Karfreitagsabkommens von 1998 beteiligt, mit dem der jahrzehntelange blutige Nordirland-Konflikt überwunden wurde.

Trimble war der erste UUP-Vorsitzende seit 30 Jahren, der sich im Rahmen des Friedensprozesses mit dem damaligen irischen Regierungschef in Dublin traf. 1998 wurde er Regierungschef von Nordirland. Irlands Premierminister Micheal Martin würdigte am Montag Trimbles "entscheidende und mutige Rolle" bei den Verhandlungen zum Karfreitagsabkommen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Merz zum Auftakt seiner Asienreise in Singapur

Zum Auftakt seiner mehrtägigen Asienreise wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Dienstag in Singapur erwartet. In dem Stadtstaat wird der Kanzler unter anderem Premierminister Lawrence Wong und Präsident Tharman Shanmugaratnam treffen. Beim Institute for Southeast Asian Studies soll Merz die sogenannte Singapore Lecture halten. Bei der Rede dürfte er sich ausführlicher zu den Beziehungen zu den Staaten des Indopazifik äußern. Auch ein Besuch des Hafens PSA Horizons ist geplant.

Israelis wählen neues Parlament - Netanjahu unter Druck

In Israel wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt nach insgesamt mehr als 19 Jahren als Regierungschef erneut als Spitzenkandidat seiner konservativen Likud-Partei an. Seinen Herausforderern werden gute Chancen eingeräumt, vor allem dem Mitte-rechts-Kandidaten und ehemaligen Armeechef Gadi Eisenkot. Es wird ein enges Rennen erwartet.

Erklärung: Partei von Flávio Bolsonaro erkennt Lulas Wiederwahl in Brasilien an

Die Partei des brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro hat dessen Niederlage bei der Stichwahl gegen Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva eingeräumt. "Wir erkennen das vom Obersten Wahlgericht (TSE) verkündete Ergebnis der Präsidentschaftswahl an", erklärte Bolsonaros Liberale Partei am späten Montagabend (Ortszeit). Sie sei "jedoch der Ansicht, dass die vorgebrachten Bedenken im Rahmen einer ausgewogenen und demokratischen politischen Debatte angemessen berücksichtigt werden müssen".

Begrenzte Waffenruhe in russisch besetzter ukrainischer Stadt Oleschky in Kraft getreten

In der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist eine örtlich begrenzte Waffenruhe in Kraft getreten. Die russischen Streitkräfte hätten am Dienstag "in der Region Oleschky im Gebiet Cherson ab 04.00 Uhr Moskauer Zeit" (03.00 Uhr Ortszeit, 02.00 Uhr MEZ) das Feuer eingestellt, teilte das russische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram mit. Dies geschehe "im Rahmen der Vorbereitungen für einen humanitären Einsatz".

Textgröße ändern: