Deutsche Tageszeitung - Hunderttausende Kinder leiden wegen Krise in Sri Lanka unter Unterernährung

Hunderttausende Kinder leiden wegen Krise in Sri Lanka unter Unterernährung


Hunderttausende Kinder leiden wegen Krise in Sri Lanka unter Unterernährung
Hunderttausende Kinder leiden wegen Krise in Sri Lanka unter Unterernährung / Foto: © AFP

Sri Lanka braucht nach eigenen Angaben dringend private Spenden, um Kinder vor dem Hungertod zu bewahren. Mehrere hunderttausend Kinder litten unter Unterernährung, erklärte am Montag das Ministerium für Frauen- und Kinderangelegenheiten. In Sri Lanka sind wegen der aktuellen Wirtschaftskrise neun von zehn Menschen auf staatliche Hilfe angewiesen.

Textgröße ändern:

Der nahezu bankrotte Staat ist wegen der dramatischen Wirtschaftskrise nicht mehr in der Lage, die Sozialhilfe aufrechtzuerhalten. "Als die Covid-Pandemie auf ihrem Höhepunkt war, war das Problem schon schlimm, aber jetzt, mit der Wirtschaftskrise, ist die Situation noch viel schlimmer", sagte Minister Neil Bandara Hapuhinne vor Journalisten in Colombo.

Hapuhinne verwies auf eine Statistik aus dem vergangenen Jahr, wonach unter den 570.000 Mädchen und Jungen unter fünf Jahren im Land 127.000 unterernährt waren. Seitdem habe sich die Zahl um ein Vielfaches erhöht.

Sri Lanka leidet derzeit unter der schwersten Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1948. Die Regierung war zuletzt nicht mehr in der Lage, die wichtigsten Importe wie Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente zu finanzieren. Inzwischen hat Sri Lanka auch schon den Internationalen Währungsfonds um Hilfe wegen eines drohenden Staatsbankrotts gebeten.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Juristische Debatte über Nichtwählbarkeit von Le Pen flammt auf

Kurz nach dem Wahlkampfauftakt der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen ist eine juristische Debatte über ihre Wählbarkeit neu aufgeflammt. Die 58-Jährige legte Beschwerde gegen einen Ehrenrichter des Obersten Berufungsgerichts ein, wie ihre Anwälte am Mittwoch mitteilten. Der Richter Didier Guérin hatte am Vortag erklärt, dass Le Pen "weiterhin nicht wählbar" sei. Dies gelte auch, falls das Oberste Berufungsgericht nicht rechtzeitig in ihrem Fall entscheide, betonte er.

CDU-Vize Prien drängt zu Eile in Präsidenten-Frage - Klärung bis 9. November

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien hat ihre Partei zu einer raschen Entscheidung für eine Bundespräsidentschaftskandidatin gedrängt. Die Frage müsse spätestens bei der Sitzung des CDU-Präsidiums am übernächsten Montag geklärt werden: "Der 9. November, das wird der Tag der Entscheidung", sagte sie am Mittwoch zu RTL und "Stern". Für sie sei zudem "ganz klar: Es sollte eine Frau werden". Die laufende Debatte zeige, dass es mehrere Frauen in CDU und CSU gebe, die dafür geeignet seien.

Bolsonaro setzt sich nach Wahlniederlage aus Brasilien in die USA ab

Nach seiner Ausreise aus Brasilien trotz eines richterlichen Verbots ist der unterlegene brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro in den USA angekommen. Er stieg am Mittwoch am Privatflughafen von Opa-Locka nördlich von Miami aus einem Flugzeug, wie AFP-Reporter berichteten. Die US-Regierung hatte dem mit Präsident Donald Trump verbündeten Bolsonaro zuvor die Aufnahme signalisiert.

Putin umwirbt afrikanische Staaten bei Gipfel in Moskau

Der Kreml hat Vertreter von mehr als 40 afrikanischen Staaten zum dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau empfangen und eine engere wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. "Wir sind natürliche Verbündete beim Aufbau einer multipolaren Weltordnung", sagte Kreml-Berater Juri Uschakow am Mittwoch zum Auftakt des zweitägigen Treffens. Nach russischen Angaben nehmen auch 22 afrikanische Staats- und Regierungschefs an der Konferenz teil. Es ist der dritte Gipfel dieser Art seit 2019.

Textgröße ändern: