Deutsche Tageszeitung - Selenskyj fordert UNO zu Sicherung von Akw Saporischschja auf

Selenskyj fordert UNO zu Sicherung von Akw Saporischschja auf


Selenskyj fordert UNO zu Sicherung von Akw Saporischschja auf
Selenskyj fordert UNO zu Sicherung von Akw Saporischschja auf / Foto: © AFP

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die UNO zur Sicherung des Atomkraftwerks Saporischschja aufgerufen. "Die Vereinten Nationen müssen die Sicherheit dieses strategischen Objekts, seine Entmilitarisierung und seine vollständige Befreiung von den russischen Truppen gewährleisten", erklärte Selenskyj nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres in Lwiw im Westen der Ukraine.

Textgröße ändern:

Der ukrainische Staatschef warf Russland "vorsätzliche" Angriffe auf die Nuklearanlage vor. Der wiederholte Beschuss des Atomkraftwerks im Süden der Ukraine - für den sich die Ukraine und Russland gegenseitig verantwortlich machen - hat die Furcht vor einem nuklearen Zwischenfall geschürt. Diese Ängste überschatten auch den zweitägigen Besuch des UN-Generalsekretärs in der Ukraine.

Guterres war zu Beginn seines Besuchs am Donnerstag mit Selenskyj in Lwiw im Westen des Landes zusammengetroffen. Bei dem Gespräch ging es auch um die Getreidelieferungen auf dem Seeweg aus der Ukraine, die nach monatelanger Blockade Anfang August wiederaufgenommen worden waren.

Die Wiederaufnahme dieser durch den Krieg blockierten Lieferungen wurde unter Vermittlung der UNO und der Türkei vereinbart. Inzwischen liefen 25 Schiffe mit Getreide aus ukrainischen Schwarzmeerhäfen aus.

Mit Guterres habe er vereinbart, dass die Koordination der Getreidelieferungen fortgesetzt werden solle, teilte Selenskyj mit. Dafür wurde ein Koordinationszentrum in Istanbul eingerichtet, an dem Vertreter der Ukraine, Russlands, der UNO und der Türkei beteiligt sind. Das Zentrum überwacht die sichere Durchfahrt der ukrainischen Frachtschiffe auf den festgelegten Routen.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Bolsonaro bezeichnet sich nach Flucht in die USA als "Anführer" Brasiliens

Der bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien unterlegene Kandidat Flávio Bolsonaro hat sich nach seiner Flucht in die USA als rechtmäßiger "Anführer" seines Landes bezeichnet. Im Onlinedienst X prangerte der Rechtspopulist am Mittwoch "Wahlbetrug" an. US-Präsident Donald Trump wollte sich nicht in den Streit um das Wahlergebnis einmischen. Auch Bolsonaros Wahlkampfchef Rogério Marinho weigerte sich, die Vorwürfe des Wahlbetrugs zu bekräftigen.

Steinmeier-Nachfolge: Unions-Fraktionschef Frei sieht keinen "Zeitdruck"

In der Diskussion um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht Unions-Fraktionschef Thorsten Frei (CDU) keinen Handlungsdruck. Die Wahl des neuen Staatsoberhaupts sei am 30. Januar, sagte Frei am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. "Es ist also nicht so, dass wir jetzt irgendwie unter Zeitdruck stünden."

"Spiegel": Linken-Frontfrau Eralp offenbart intern Angst vor Terrorsympathisanten

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp ist offenbar eingeschüchtert von Hamas-Sympathisanten in der Hauptstadt. Sie und ihr Mann hätten "Angst vor diesen Leuten", schreibt Eralp in einem internen Dokument, das dem "Spiegel" vorliegt. Sie bezieht diese Aussage auf den Hamas-Sympathisanten Ibrahim Ibrahim, der im September bei der Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln aufgetaucht war.

EU-Spitzen zu Gipfeltreffen in Kanada

Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zu den USA beginnt am Donnerstag in Montreal der EU-Kanada-Gipfel. Die EU-Delegation wird von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa angeführt. Eröffnet wird das Treffen mit einer Rede von der Leyens zu den Beziehungen zwischen Kanada und der EU (15.00 Uhr MEZ).

Textgröße ändern: